Triple-Therapie mit NOAK – Praxis und Studienlage

Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern, die sich einer perkutanen Koronarintervention unterziehen, haben ein erhöhtes Risiko für klinisch relevante Blutungen. Um in der Folge das Auftreten eines Schlaganfalls, Myokardinfarktes oder einer Stent-Thrombose zu verhindern, erhalten Patienten aktuellen Therapierichtlinien zur Folge eine Kombinationstherapie aus Antikoagulation und Plättchenhemmung. Dieser Behandlungsansatz ist wiederum mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden.

Die Phase IIIb-Studie PIONEER AF-PCI ist die erste randomisierte Studie in dieser Patientenpopulation, anhand derer gezeigt werden konnte, dass durch den Einsatz eines NOAK das Risiko für klinisch relevante Blutungen bei gleichbleibender Wirksamkeit im Vergleich zur klassischen Triple-Therapie hoch signifikant gesenkt werden kann.

Die vorliegende Fortbildung vermittelt einen Überblick zu den bisherigen Therapie-richtlinien und der Behandlungsproblematik bei Patienten mit Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom, welche als Grundlagen für die Entwicklung des Designs der Phase IIIb-Studie PIONEER AF-PCI herangezogen wurden.
Der zweite Teil des Kurses widmet sich ausführlich der Darstellung des Studiendesigns und der Ergebnisse der PIONEER AF-PCI-Studie.

Univ. Prof. Dr. med. Dr. h. c. Christoph Bode
Wir sollten umdenken und von der bisherigen Trippeltherapie weitgehend abkommen. Es gibt jetzt bessere Regime, mit besseren Daten!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117083720014
Gültig ab 15. September 2017
Zertifiziert bis 14. September 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Univ. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christoph Bode
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (22:06 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.2 (44)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

NOAK in der praktischen Anwendung – die wichtigsten Fragen und Antworten

Derzeit sind in Deutschland vier direkte orale Antikoagulantien (NOAK) zugelassen, die sich in ihrer Indikationsbreite, der Therapieeinleitung, der Dosierungsfrequenz und insbesondere hinsichtlich der Kriterien zur Dosisanpassung deutlich unterscheiden. Die korrekte Anwendung der Gerinnungshemmer im klinischen Alltag erfordert daher eine genaue Kenntnis der zulassungsspezifischen Unterschiede.

Mit den NOAK hat sich die orale Antikoagulation deutlich vereinfacht. Mussten in der Vergangenheit Patienten noch vergleichsweise aufwändig zunächst auf Heparin und anschließend auf Vitamin-K-Antagonisten individuell eingestellt werden, reicht heute die ein- oder zweimalige tägliche orale Gabe einer fixen Dosis.

Auch für die Behandlung spezieller Patientengruppen, wie Tumorpatienten, adipöse Patienten oder Patienten mit Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom, gibt es mittlerweile entsprechende Anwendungsempfehlungen.
Ein Monitoring der NOAK ist nicht erforderlich und sollte nur in Ausnahmefällen von besonders erfahrenen und entsprechend ausgestatteten Laboren durchgeführt werden

Das perioperative Management von Patienten unter NOAK ist besonders einfach und erfordert kein Bridging.
Schwere Blutungskomplikationen unter NOAK sind in der Regel gut beherrschbar. Aufgrund der kurzen Halbwertszeiten reicht oftmals das Aussetzen der nächsten Dosis. Nur selten ist die Gabe von PPSB oder einem Antidot erforderlich.

Prof. Dr. med. Bettina Kemkes-Matthes
NOAK ist nicht gleich NOAK!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117079810019
Gültig ab 01. September 2017
Zertifiziert bis 31. August 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. med. Bettina Kemkes-Matthes
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (18:27 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.2 (153)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Die ESC-Leitlinie Vorhofflimmern in der klinischen Anwendung – alles ganz einfach?

Die europäischen Leitlinien zum Management bei Vorhofflimmern aus dem Jahr 2016 umfassen insgesamt 154, mehrheitlich evidenzbasierte Empfehlungen. Wichtige Neuerungen betreffen die integrierte Betreuung der Patienten durch eine multidisziplinäres „VHF-Herzteam“. Betont wird auch die Bedeutung der frühen Diagnose und das verlängerte Monitoring bei Risikogruppen. Die Therapie der Rhythmusstörung wird nun in fünf Behandlungsdomänen unterteilt.

Die Auswertung umfangreicher, aktueller Real-Life-Daten zeigt, dass sich die Versorgung von Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern in den letzten Jahren insgesamt deutlich verbessert hat. Jedoch bestehen weiterhin große Defizite sowohl hinsichtlich der Diagnostik als auch bei der Therapie. Die Dunkelziffer für Vorhofflimmern ist weiterhin hoch. Neben einer unzureichenden oder ausbleibenden Basisdiagnostik zeigen sich in der Praxis Defizite beim Antikoagulations-Management: zahlreiche Patienten erhalten unbegründet niedrige NOAK-Dosierungen. Deutlicher Optimierungsbedarf zeigt sich bei der Patientenaufklärung.

Dr. med. Karin Rybak
Vorhofflimmern ist eine Erkrankung, die mit zunehmendem Alter zu einem Problem wird.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117070360014
Gültig ab 01. August 2017
Zertifiziert bis 31. Juli 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Dr. med. Karin Rybak
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (20:58 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.1 (273)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

NOAKs – die Vorteile für Arzt und Patient

Durch die Einführung der neuen, oralen Antikoagulanzien hat sich das Behandlungsspektrum für Patienten mit Thromboserisiko vergrößert. Die Vorteile der Therapie mit NOAK für Arzt und Patient liegen insbesondere in der hohen Wirksamkeit und Sicherheit sowie in der wesentlich einfacheren Handhabung.

Anhand aktueller Studien und anschaulicher Fallbeispiele vermittelt die vorliegende Fortbildung einen Überblick zu den Vorteilen der NOAK im Rahmen der Prophylaxebehandlung bei nicht valvulärem Vorhofflimmern, nach stadtgehabter venöser Thromboembolie sowie bei interkurrierenden Operationen.

Aufgrund der einfacheren Anwendung und dem Wegfall regelmäßiger Laboruntersuchungen erleichtern NOAK die Behandlung einerseits, andererseits steigen die Anforderungen an die Therapietreue der Patienten. Der zweite Teil dieses Kurses widmet sich daher ausführlich den Maßnahmen zur Optimierung der Compliance, damit der Patient den bestmöglichen Nutzen einer Behandlung mit NOAKs erfährt.

Prof. Dr. med. habil. Gregor Simonis
Wir sollten die gewonnene Zeit dazu nutzen, die Patienten über die Antikoagulanzien intensiv aufzuklären.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117065070016
Gültig ab 01. Juli 2017
Zertifiziert bis 30. Juni 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. med. habil. Gregor Simonis
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (20:48 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.3 (377)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Behandlung tumorassoziierter Thromboembolien – Update 2017

Das VTE-Risiko bei Malignompatienten ist im Vergleich zu Nichttumorpatienten um das 5- bis 10-Fache erhöht. Tumorpatienten mit einer Thrombose haben zudem schlechtere Überlebenschancen als Tumorpatienten ohne ein solches Ereignis. Dennoch wird eine routinemäßige Thromboseprophylaxe aller Tumorpatienten nicht empfohlen.

Zur oralen Antikoagulation von Tumorpatienten nach venöser Thromboembolie liegt mit der CATCH-Studie die bislang größte Untersuchung vor, bei der Malignompatienten sowohl zur Therapie als auch im Rahmen der anschließenden Rezidivprophylaxe ausschließlich niedermolekulares Heparin erhalten haben.
Dabei konnte das VTE-Rezidivrisiko gegenüber der Standardtherapie deutlich gesenkt werden, bei vergleichbarer Blutungsrate.

Entsprechend lautet die Therapieempfehlung gemäß der AWMF-Leitlinie aus dem Jahr 2015: „Tumorpatienten mit Thrombose sollen über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten mit einem niedermolekularen Heparin behandelt werden.“

Prof. Dr. med. Hanno Riess
Tumorpatienten mit einer Thrombose haben schlechtere Überlebenschancen.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117057410014
Gültig ab 22. Mai 2017
Zertifiziert bis 21. Mai 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. med. Hanno Riess
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (20:28 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner LEO PHARMA GmbH
Bewertung 4 (324)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Aktuelle Therapie der venösen Thromboembolie (VTE) – Was ist zu beachten?

Für die Behandlung einer venösen Thromboembolie (VTE) ist zunächst eine sichere Diagnose notwendig. Wird diese gestellt muss eine sofortige Initialtherapie erfolgen, an die sich eine Erhaltungstherapie von unbestimmter Dauer anschließt.

Heute stehen neben den Vitamin-K-Antagonisten die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) zur Therapie der venösen Thromboembolie zur Verfügung. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien und Meta-Analysen zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser Substanzgruppe hinsichtlich der Behandlung und Sekundärprophylaxe tiefer Beinvenenthrombosen und Lungenembolien. Aktuelle Untersuchungen liefern wichtige neue Erkenntnisse zum Einsatz dieser Substanzen bei unterschiedlichen Patientensubgruppen.

Neben der Frage der Eignung der DOAC zur Therapie der VTE, sind die Dosierung und die Dauer der Initial- und Erhaltungstherapie von entscheidender Bedeutung für den langfristigen Therapieerfolg.

Prof. Dr. med. C. Tiefenbacher
Die frühe Antikoagulation ist entscheidend!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116099140019
Gültig ab 15. Mai 2017
Zertifiziert bis 14. Mai 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. C. Tiefenbacher
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (26:16 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.1 (906)

Detektion von Vorhofflimmern – Antikoagulation bei ESUS?

Bei Patienten mit kryptogenem Schlaganfall besteht ein hohes Rezidivrisiko, insbesondere bei unerkanntem Vorhof-flimmern. Eine zielführende Sekundär-Prävention erfordert daher möglichst umfassende Anstrengungen zur Detek-tion dieser Herzrhythmusstörung. Die hierfür am besten geeigneten diagnostischen Verfahren sind auf der Stroke-Unit andere als in der darauf folgenden, ambulanten Phase.

Nicht zuletzt für die Schlaganfall-Prävention wird der klinische Nutzen des Begriffs „kryptogener Schlaganfall“ als problematisch angesehen. Dieser geht auf eine veraltete, in sich bereits kryptische Definition aus den 1990er Jahren zurück.

Das Konstrukt des Embolic Stroke of Undetermined Source (ESUS) bietet erstmals klare Kriterien zur Diagnose und Diagnostik nach Schlaganfall unbekannter Genese. Welche Empfehlungen sich hieraus für die Sekundärprävention ergeben und ob künftig der Antikoagulation der Vorzug gegenüber einer Thrombozytenaggregationshemmung gegeben wird ist Gegenstand aktueller Studien zum Einsatz der neuen, oralen Antikoagulanzien (NOAKs) bei ESUS.

Prof. Dr. Roland Veltkamp
Die meisten kryptogenen Schlaganfälle sind thrombembolischer Genese!

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VNR-Nummer 2760709116084980015
Gültig ab 01. November 2016
Zertifiziert bis 31. Oktober 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte bis zu 3 Punkte (Kategorie D)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. R. Veltkamp
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (25:25 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.2 (1247)

Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern – Haben sich die NOAKs schon durchgesetzt?

Die aktuellen Leitlinien empfehlen NOAKs als First-Line-Therapie zur Schlaganfallprophylaxe bei nicht valvulärem Vorhofflimmern.

Ob sich die positiven Ergebnisse der großen Zulassungsstudien im Praxisalltag bestätigen, wie die NOAK in der realen Welt tatsächlich eingesetzt werden und welchen Stellenwert die Vitamin-K-Antagonisten (noch) haben ist Gegenstand der aktuellen Versorgungsforschung.

Auswertungen des Garfield-Registers und des Dresdner NOAK-Registers zeigen, das NOAKs gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten bei Neueinstellungen bereits eindeutig bevorzugt werden. Allerdings werden zum Teil niedrigere Wirkstärken verordnet, als es die Leitlinien empfehlen.

Durch eine bessere Kenntnis der Kriterien zur Dosisreduktion von NOAKs kann deren zielgerichteter Einsatz optimiert und die Prognose der Patienten weiter verbessert werden.

Prof. Dr. Hendrik Bonnemeier
In der normalen Praxis identifizieren wir so gut wie keinen Patienten mit einem CHA2DS2-VASc Score von NULL und nur wenige mit einem Score von Eins.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117079820018
Gültig ab 01. September 2017
Zertifiziert bis 31. August 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. H. Bonnemeier, Kiel
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (26:24 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4 (953)

Orale Antikoagulation bei nvVHF – Wie ist die aktuelle Versorgungssituation – Was bleibt zu verbessern?

Obwohl sich die Versorgung von Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern insgesamt deutlich verbessert hat, bestehen weiterhin Defizite sowohl hinsichtlich der Diagnostik als auch bei der Therapie.
Im Rahmen dieser Fortbildung werden zwei Quellen herangezogen, welche die aktuelle Versorgungssituation detailliert darstellen: Das „Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern“, welches die deutsche Versorgungssituation interdisziplinär beleuchtet und das Garfield-Register, welches einen Einblick in die Versorgungsrealität und deren Verlauf in den Jahren 2010 bis 2015, sowohl für Deutschland als auch für die übrige Welt, ermöglicht.

Eine Verbesserung der Versorgung zeigt sich insbesondere durch Abnahme der mit Thrombozytenaggregationshemmern therapierten Patienten, Zunahme der Patienten mit oraler Antikoagulationstherapie und vermehrter Nutzung von NOAKs. Optimierungsbedarf gibt es hingegen bei der risikoadaptierten Anwendung der oralen Antikoagulanzien.

Prof. Dr. Harald Darius, Berlin
Ein besonderes Augenmerk der Novelle galt der richtigen Dosierung.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117072340014
Gültig ab 01. August 2017
Zertifiziert bis 31. Juli 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - EInzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. H. Darius, Berlin
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (24:49 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.1 (775)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Leitliniengerechte Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und TIA

Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als 260.000 Menschen zum ersten Mal oder wiederholt einen Schlaganfall. Zwar überleben ihn immer mehr Menschen – das Risiko für einen weiteren Schlaganfall steigt nach einem ersten aber deutlich: 10 Prozent dieser Patienten erleiden noch im gleichen Jahr einen weiteren Schlaganfall. Gezielte Prävention kann die Risikofaktoren reduzieren.

Aus diesem Grund haben die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) federführend die erste S3-Leitlinie „Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke“ entwickelt.

eTutor
eTutor
Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland mehr als 260.000 Schlaganfälle!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116084970016
Gültig ab 01. Dezember 2016
Zertifiziert bis 30. November 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte bis zu 3 Punkte (Kategorie D)
Zielgruppe Ärzte
Autor J.H. Wiedemann
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (15:25 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Review durch Dr. Anton Rausch, Bedburg
Bewertung 4.3 (1636)

Praktische Anwendung von NOAKs – EHRA-Guideline Update 2015

Zahlreiche Publikationen der letzten Jahre, darunter Meta- und Subgruppenanalysen der NOAK-Zulassungsstudien - konnten die Vorteile der NOAKs gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten weiter untermauern. Weder das Alter noch eine moderat eingeschränkte Nierenfunktion sprechen gegen eine Therapie mit einem neuen oralen Antikoagulans.
Die im Jahr 2013 erstmals vorgestellten EHRA-Guidelines zum praktischen Umgang mit den Neuen Oralen Antikoagulanzien haben sich bewährt und wurden aufgrund der neuen Erkenntnisse jetzt aktualisiert.

Doch in wie weit werden die Empfehlungen in der Praxis bereits umgesetzt und welche Defizite bestehen weiterhin? Eine Analyse prospektiv erhobener Daten zeigt, dass Patienten in Deutschland zurückhaltender behandelt werden und niedrigere NOAK-Dosierungen erhalten, als in den EHRA-Empfehlungen und Fachinformationen vorgesehen sind.

Prof. Dr. Matthias Antz, Oldenburg
Ein besonderes Augenmerk der Novelle galt der richtigen Dosierung.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117066980015
Gültig ab 01. Juli 2017
Zertifiziert bis 30. Juni 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. M. Antz, Oldenburg
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (22:11 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.1 (710)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Der Vorhofflimmerpatient mit eingeschränkter Nierenfunktion

Schätzungsweise ein Drittel aller über 65-jährigen leidet an einer mittelschweren Niereninsuffizienz. Die glomuläre Filtrationsrate - kurz GFR - der Betroffenen liegt unter 60 ml/min. Studien haben gezeigt, dass Niereninsuffizienz mit einem erhöhten Embolie-Risiko und einem erhöhten Blutungsrisiko einhergeht. Diese Patienten bedürfen daher einer besonderen Aufmerksamkeit.

Während bei Patienten mit einer GFR von unter 15 ml/min jede Antikoagulation als individueller Heilversuch einzustufen ist, stellen bei einer GFR von 30-59 ml/min die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs) mittlerweile eine Therapieoption zu Vitamin-K-Antagonisten dar.

Die vorliegende Schulung stellt das therapeutische Vorgehen bei Vorhofflimmer-Patienten mit a) prä-terminaler und b) mittelschwerer Niereninsuffizienz anhand aktueller Studienergebnisse und gültiger Leitlinien dar. Kursteilnehmern bietet sich dabei die Möglichkeit zur Interaktion. In einem Quizz kann das eigene Vorgehen mit dem einer Teilnehmerpanels vergleichen werden.

Prof. Dr. Gregor Simonis
Bei mittelschwerer Niereninsuffizienz profitieren die Patienten von DOAKs genauso wie die anderen Patienten!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116069170012
Gültig ab 01. August 2016
Zertifiziert bis 31. Juli 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte abgelaufen
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. Gregor Simonis
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (25:30 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.3 (1140)

Praktische Anwendung von NOAKs bei Patienten mit Vorhofflimmern – Ein EHRA-Guideline Update

Die im Jahr 2013 erstmals vorgestellten EHRA-Guidelines zum praktischen Umgang mit den Neuen Oralen Antikoagulantien haben sich bewährt und werden derzeit weiter entwickelt.

In wie weit die Empfehlungen in der Praxis umgesetzt werden und welche Defizite bestehen, konnte eine aktuelle Auswertung des Garfield-Registers darlegen. Die Daten zeigen, dass einerseits Niedrigrisiko-Patienten übertherapiert werden, andererseits Patienten mit einem CH2AD2S-VASc-Score von 2 und mehr keine Antikoagulation erhalten.

Zahlreiche weitere Publikationen der letzten beiden Jahren, darunter Meta- und Subgruppenanalysen der NOAK-Zulassungsstudien - konnten die Vorteile der NOAKs gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten weiter untermauern. Weder das Alter noch eine moderat eingeschränkte Nierenfunktion sprechen gegen eine Therapie mit einem neuen oralen Antikoagulans.

Prof. Dr. Matthias Antz
Die Bezeichnung 'NOAK' steht künftig für 'Nicht Vitamin-K-Antagonisten Antikoagulanzien'.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116077910011
Gültig ab 01. September 2016
Zertifiziert bis 31. August 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte abgelaufen
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. Matthias Antz
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (25:30 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.3 (955)

Management der venösen Thromboembolie – Was sagt die neue S2-Leitlinie?

Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine häufige und relevante Gefäßerkrankung, die mit einer beträchtlichen Morbidität und Mortalität einhergeht. Eine zielorientierte rationale Diagnostik auf Basis klinischer Wahrscheinlichkeiten, serologischer und bildgebender Verfahren ermöglicht eine sofortige Therapie, die die Häufigkeit und Schwere der akuten und chronischen Komplikationen deutlich reduzieren kann.
Die im Herbst 2015 aktualisierte S2-Leitlinie empfiehlt, sofort nach Diagnosestellung mit einer therapeutischen Antikoagulation zu beginnen. Zur Initialbehandlung werden neben niedermolekularen Heparinen und Fondaparinux erstmals die direkten oralen Antikoagulanzien Rivaroxaban und Apixaban empfohlen.
Auch in der Sekundärprophylaxe bieten die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) eine Alternative zur überlappenden Therapie aus Heparin und einem VKA und eröffnen aufgrund ihres günstigen Sicherheitsprofils neue Perspektiven für eine verlängerte Erhaltungstherapie.

Dr. Jirat
Die DOACs verfügen im allgemeinem über die erwünschten Eigenschaften eines „idealen Antikoagulans“

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116054930016
Gültig ab 01. Jun. 2016
Zertifiziert bis 31. Mai 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte abgelaufen
Zielgruppe Ärzte
Autor Dr. med. S. Jirát, Bonn
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 27:54 Minuten
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH (2016)
Bewertung 4.3 (1128)

Orales Management venöser Thromboembolien

Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine häufige Erkrankung, die mit einer beträchtlichen Morbidität und Mortalität einhergeht. Ihre beiden Manifestationen: Die tiefe Venenthrombose (TVT) und die Lungenembolie (LE) werden zwar als Ausprägungen der gleichen Erkrankung angesehen, unterscheiden sich jedoch in einigen Risikofaktoren. Daher ist ein differenziertes Vorgehen bei der Prophylaxe erforderlich.

Die Leitlinien empfehlen, in der Akutphase niedermolekulares Heparin oder Fondaparinux subkutan zu geben. Parallel soll die Sekundärprophylaxe mit Vitamin-K-Antagonisten (INR-Zielbereich zwischen 2,0 und 3,0) begonnen werden. Dieses Vorgehen wird auch als „Bridging“ bezeichnet. Die derzeitige Strategie kann die Rezidivrate zwar drastisch senken, jedoch steigt das Blutungsrisiko deutlich an. Alternativen zur überlappenden dualen Therapie mit VKA bieten vier neue orale Antikoagulantien – abgekürzt NOAK.

Im folgenden werden die aktuelle Vorgehensweise und die neuen Strategien näher erläutert.

Prof. Dr. Stavros Konstantinides, Mainz
Die verlängerte Antikoagulation nach VTE wird eine immer attraktivere Option!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116023000016
Gültig ab 01. Feb. 2016
Zertifiziert bis 31. Jan. 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte abgelaufen
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. S. Konstantinides
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 19:25 Minuten
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.2 (1012)

Leitliniengerechte Behandlung der Lungenembolie – ESC-Update 2014

Die Europäische Kardiologische Fachgesellschaft (ESC) hat mit Unterstützung der Pneumologischen Fachgesellschaft (ERS) im August 2014 eine neue Leitlinie zum Management der akuten Lungenembolie veröffentlicht.

Die vorliegende Fortbildung beleuchtet die wichtigsten Neuerungen hinsichtlich der Risikostratifizierung und der risikoadaptierten Diagnostik und Therapie von Patienten mit Lungenembolie. Diese betreffen unter anderem die Indikation zur Thrombolyse bei normotensiven Patienten mit „intermediärem“ Risiko, den Einsatz der NOAKs zur Therapie und (verlängerten) Sekundärprophylaxe, dem Stellenwert von ASS zur verlängerten Sekundärprophylaxe, die Sekundärpophylaxe bei Tumorpatienten sowie der ambulanten Behandlung von Patienten mit „niedrigem“ Risiko.

Ergänzt werden die neuen Empfehlungen durch einen Überblick der aktuellen klinischen Studienlage zur Therapie und die Sekundärprävention der Lungenembolie.

Prof. Dr. Stavros Konstantinides, Mainz
Die ambulante Behandlung der Lungenembolie ist möglicherweise eine machbare und sichere Option!

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116022990019
Gültig ab 01. Feb. 2016
Zertifiziert bis 31. Jan. 2017
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte abgelaufen
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. S. Konstantinides
Redaktion cme-verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 24:48 Minuten
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH (2016)
Bewertung 4.3 (1317)


Volltext

Lungenembolien sind häufige und potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen

Bei einer durchschnittlichen Letalitätsrate von 11% innerhalb der ersten 2 Wochen nach Diagnosestellung versterben in Deutschland schätzungsweise 40.000 Patienten jährlich an den Folgen einer Lungenembolie. Nur ein geringer Teil wurde vor dem Tod korrekt diagnostiziert. Die unspezifische Symptomatik erschwert bei vielen Betroffenen häufig eine rasche Diagnose und den unverzüglichen Therapiebeginn. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Lungenembolien bei einem Drittel der Patienten in der Notaufnahme nicht sofort erkannt werden. Unter anderem waren chronische Begleiterkrankungen, wie Asthma oder COPD, unabhängige Einflussfaktoren für die verzögerte Diagnose. Auch höheres Alter und Fehlen von Symptomen wie akute Dyspnoe oder Synkopen erhöhen die Fehldiagnose-Rate.
Eine Lungenembolie sollte vor allem bei folgenden Symptomen in Betracht gezogen werden:

  • akute Atemnot,
  • pleuristische oder
  • retrosternale Thoraxschmerzen,
  • Husten, Fieber, Hämoptysen,
  • Synkopen
  • sowie Anzeichen einer tiefen Beinvenenthrombose.

Lungenembolie Diagnostik

Thorax-Röntgen, EKG und Blutgasanalyse können lediglich den Verdacht auf eine Lungenarterienembolie erhärten oder abschwächen. Um die Diagnose definitiv zu bestätigen oder zu widerlegen, ist eine weitergehende Diagnostik erforderlich. Aufgrund der prognostischen Heterogenität von Patienten mit akuter Lungenembolie hat die ESC 2008 erstmals ein risiko-adaptiertes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen empfohlen. Auch in der aktuellen Lungenembolie Leitlinien 2014 basieren die Algorithmen auf der initialen Einteilung in Betroffene mit „Hohem Risiko“ und „Nicht-hohem Risiko“. Das wichtigste Kriterium für die Zuordnung ist, ob der Patient einen Schock oder eine persistierende Hypotension aufweist oder als normotensiv gilt. Bei hämodynamisch instabilen Patienten liegt das Risiko, in der Klinik bzw. innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Akutereignis zu versterben, bei über 15%. Diese Patienten müssen unverzüglich hospitalisiert und im Rahmen der Akuttherapie der Lungenembolie wenn möglich einer Thrombolyse zugeführt werden.

Glücklicherweise ist der Großteil der Lungenembolie-Patienten hämodynamisch stabil. Ihr Sterberisiko liegt bei unter 1%. Eine Thrombolyse wird bei diesen normotensiven Patienten in der Regel nicht empfohlen. Allerdings ist ein Teil dieser scheinbar „stabilen“ Patienten durch ein erhöhtes („intermediäres“) Sterbe- und Komplikationsrisiko gefährdet. Daher empfehlen die aktuellen Leitlinien eine weiterführende Risikostratifizierung der „Nichthochrisiko"-Patienten.

Verdachtsdiagnose Lungenarterienembolie 

Zunächst wird die Verdachtsdiagnose Lungenembolie bei den hämodynamisch stabilen Patienten mithilfe von standardisierten Scores, wie dem Wells-Score oder Genfer Score, weiter eingegrenzt in niedrige, mittlere oder hohe Wahrscheinlichkeit. Ist die Wahrscheinlichkeit niedrig oder mittel, sollte sich ein ELISA-D-Dimer-Test anschließen. Mit steigendem Alter kommt es jedoch auch physiologisch – ohne das Vorliegen akuter thromboembolischer Ereignisse – (Thrombose) zu einer Zunahme der D-Dimer-Konzentration. Daher werden in den neuen Leitlinien altersadjustierte Cut-off Werte für D-Dimere eingeführt.
Ein positives Testergebnis weist auf die Notwendigkeit weiterführender bildgebender Diagnostik hin. Bei einem negativen Testergebnis kann auf weitere Diagnostik und Antikoagulation verzichtet werden. Bei hospitalisierten Personen ist der diagnostische Stellenwert der Dimer-Bestimmung allerdings gering.

Lungenembolie: klinische Wahrscheinlichkeit

Bei hoher klinischer Wahrscheinlichkeit kann der D-Dimer-Test entfallen und der Patient direkt mit bildgebenden Verfahren untersucht werden, zum Beispiel mittels Multidetektor-Spiral-Computertomographie (MDCT) mit Darstellung der Pulmonalarterien.
Für hämodynamisch instabile Hoch-Risiko-Patienten wird der Algorithmus einfach abgewandelt. Da es sich hier um Notfallpatienten handelt, muss sofort mithilfe bildgebender Verfahren, wie der CT-Angiographie oder einer Echokardiographie, eine Lungenembolie diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

Akuttherapie Lungenembolie mit Heparin oder Fondaparinux

Wichtig: Noch bevor die diagnostischen Testergebnisse vorliegen, benötigen alle Personen mit der Verdachtsdiagnose „Akute Lungenarterienembolie“ bei hoher oder mittlerer klinischer Wahrscheinlichkeit eine Lungenembolie Akuttherapie mit Heparin oder Fondaparinux.

Bislang konnte in Abhängigkeit von Zeichen einer rechtsventrikulären Dysfunktion und/oder Myokardschädigung zwischen Betroffenen mit „intermediärem“ und „niedrigem“ Letalitätsrisiko differenziert werden. Erstmals wird in den neuen Lungenarterienembolie Leitlinien 2014 die heterogene Gruppe der normotensiven Patienten mit „intermediärem“ Risiko weiter stratifiziert in „intermediär-hoch“ und „intermediär-niedrig“. Als kombinierte Risikomarker dienen der (simplifizierte) Pulmonary Embolism Severity Index ([s]PESI), der Nachweis einer RV-Dysfunktion sowie der Nachweis einer myokardialen Ischämie. Fallen die beiden letzteren positiv aus, handelt es sich um Patienten mit „intermediär hohem“ Risiko. Diese Patienten sind potenzielle Kandidaten für eine Thrombolyse – entweder systemisch oder mit interventionellen Verfahren.

Liegt weder eine Fehlfunktion der rechten Herzkammer noch eine Herzmuskelschädigung vor beziehungsweise ist nur einer der beiden Parameter positiv, wird das Risiko als „intermediär niedrig“ eingestuft. Bei diesen Patienten ist eine stationäre Behandlung mit alleiniger Antikoagulation ausreichend.

Bei Patienten mit niedrigem Risiko, die einen stabilen Kreislauf, einen sPESI-Score von Null, keine Dysfunktion des rechten Ventrikels und keine Myokardschädigung aufweisen, kann eine ambulante Antikoagulation erwogen werden. Ggf. kann der Patient auch früher aus der Klinik entlassen werden.
Aufgrund des bisherigen Mangels an verlässlichen Daten aus kontrollierten, randomisierten Studien wird eine routinemäßige Lysetherapie bei Lungenembolien bei stabilen Patienten mit „nicht hohem Risiko“ durch die aktuellen Leitlinien nicht empfohlen. In einer großen kontrollierten Studie wurde nun untersucht, ob eine frühe Thrombolyse auch bei diesem Patientenkollektiv das Risiko von Tod oder schweren Komplikationen senken kann.

Die multizentrische „Pulmonary EmbolIsm THrOmbolysis Study“, kurz PEITHO, untersuchte die klinische Wirksamkeit und Sicherheit einer Lyse-Therapie mit Tenecteplase bei normotensiven Patienten mit akuter Lungenarterienembolie und einem „intermediären“ Sterblichkeitsrisiko. In diese prospektive, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie wurden 1.006 hämodynamisch stabile Patienten mit nachgewiesener Lungenembolie eingeschlossen. Eine rechtsventrikuläre Dysfunktion musste echokardiographisch oder mittels CT nachgewiesen werden. Ebenso war eine Erhöhung des Troponin T oder I Voraussetzung für den Studieneinschluss.

Die Ergebnisse dieser Studie sind eindeutig: In der Thrombolyse-Gruppe kam es signifikant seltener zu hämodynamischen Dekompensationen oder Todesfällen (2,6 % vs. 5,6 %). Jedoch waren schwere extrakranielle Blutungen wie auch intrakranielle Blutungen signifikant häufiger bei den mit Tenecteplase behandelten Patienten. Dabei hatten Patienten in höherem Alter und mit Begleiterkrankungen ein höheres Blutungsrisiko.

ESC-Leitlinien Lungenembolie 2014

Vor diesem Hintergrund empfehlen die aktuellen Leitlinien, Patienten mit „inter-mediärhohem“ Risiko stationär zu überwachen, um bei hämodynamischer Verschlechterung – oder ausbleibender Verbesserung – eine thrombolytische Therapie einleiten zu können. Für Patienten mit Lungenembolien und hohem Blutungsrisiko könnten möglicherweise eine Dosisreduktion des Thrombolytikums sowie alternative Strategien, wie die lokale pharmakomechanische Thrombolyse in Zukunft eine „sicherere“ Option darstellen.

Bereits bei Verdacht auf Lungenembolie ist eine sofortige und suffiziente Antikoagulation erforderlich. In der Akuttherapie sind Heparin oder Fondaparinux subkutan die erste Wahl und werdeb in den aktuellen Leitlinien für eine Dauer von 5 bis 10 Tagen empfohlen. Die Lungenembolie Therapie mit unfraktioniertem Heparin wird für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance von 30 ml/Min.) empfohlen sowie für adipöse Personen und für Patienten, bei denen eine primäre Reperfusion in Betracht gezogen wird.

Parallel zur parenteralen Antikoagulation kann die Gabe eines Vitamin-K-Antagonisten (VKA) für die Dauer von mindestens drei Monaten erfolgen. Durch die überlappende Gabe wird der langsame Wirkeintritt des VKA „überbrückt“. Das etablierte Regime mit einem Vitamin-K-Antagonisten ist jedoch limitiert durch:

  • das enge therapeutische Fenster
  • Medikamenten- und Nahrungsmittelinteraktionen
  • inter- und intraindividuelle Wirkungsunterschiede
  • die variable Pharmakokinetik und -dynamik und die damit verbundene Notwendigkeit der Dosisanpassung inkl. Monitoring.

Mit den neuen oralen Antikoagulanzien NOAK kann ein Teil der Limitationen der VKA überwunden werden. Die erste Strategie mit neuen oralen Antikoagulanzien beinhaltet einen „Switch“, also einen Wechsel von einer initialen parenteralen Therapie mit niedermolekularem Heparin auf Dabigatran oder Edoxaban. Eine Überlappung von parenteraler und oraler Therapie wie bei den VKA ist aufgrund des schnellen Wirkeintritts der NOAK nach Einnahme und dem stabilen, berechenbaren Antikoagulationseffekt nicht mehr notwendig.

Leitliniengerechte Antikoagulation bei Lungenarterienembolie

In einem zweiten Ansatz wird von Anfang an ein neues orales Antikoagulanz in Monotherapie verabreicht – ohne initiale parenterale Antikoagulation. Diesem Konzept folgen die NOAK Rivaroxaban und Apixaban. Hier ist lediglich zu berücksichtigen, dass in der Akutphase das Medikament höher dosiert werden muss: In den Studien betrug die Rivaroxaban-Dosis 2x15 mg pro Tag für 21 Tage, anschließend wurde die Therapie mit 1x20 mg pro Tag fortgesetzt. Bei Apixaban wurde für die Dauer einer Woche die Dosis verdoppelt, und zwar 2x10 mg pro Tag gefolgt von täglich 2x5 mg für mindestens 3 Monate.

Die aktuellen Leitlinien empfehlen die NOAK für die Therapie von Lungenembolien daher als gleichgestellte Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten. Bezüglich der empfohlenen Dauer der therapeutischen Antikoagulation wurden keine relevanten Änderungen vorgenommen; eine regel-mäßige Risiko-Nutzen-Abwägung wird angeraten.

Die Dauer der therapeutischen Antikoagulation ist abhängig vom individuellen Risikoprofil des Patienten, sollte jedoch mindestens 3 Monate betragen. Die Diagnose von Patienten, die eine längere therapeutische Antikoagulation benötigen, ist derzeit eine der größten Herausforderungen bei der Behandlung von Patienten mit Lungenembolien. Obwohl das Rezidiv-Risiko in den ersten sechs Monaten am höchsten ist, wird es nie mehr gleich Null. Patienten mit Thrombosen in der Vorgeschichte haben zeitlebens ein erhöhtes Risiko.

Verlängerte Antikoagulation bei Lungenarterienembolie

Bei verlängerter Antikoagulation empfehlen die aktuellen Leitlinien die folgenden NOAK als Alternative zu VKA, außer bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz:

  • Rivaroxaban (20 mg 1x täglich)
  • Dabigatran (150 mg 2x täglich oder 110 mg 2x täglich für Patienten, die über 80 Jahre alt sind oder die dauerhaft mit Verapamil behandelt werden)
  • Apixaban (2,5 mg 2x täglich).

Wichtig zu wissen: Das Rezidivrisiko nach Absetzen der gerinnungshemmenden Therapie ist unabhängig von der Dauer der Antikoagulation. Sobald diese nach 3, 6 oder 12 Monaten beendet wird, steigt das Rezidivrisiko des jeweiligen Patienten wieder auf sein ursprüngliches Niveau an. Das bedeutet, dass entweder die Antikoagulation – im Falle eines niedrigen Rezidivrisikos oder hohen Blutungsrisikos - nach 3 Monaten beendet werden kann oder diese langfristig, das heißt zeitlich unlimitiert, fortgeführt werden muss.

Bislang war es kaum möglich, Patienten nach einer Thrombose in Gestalt einer tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie lebenslang zu antikoagulieren, aufgrund der hohen Blutungsrisiken unter Vitamin-K-Antagonisten. Diese Sicherheitslücke kann möglicherweise jetzt mit den neuen oralen Antikoagulantien geschlossen werden.
Dass ASS zur prolongierten Sekundärprävention der venösen Thrombose (VTE) kaum geeignet ist, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse. In den beiden Studien WARFASA und ASPIRE waren Patienten mit spontan aufgetretener venösen Thrombose (VTE) nach Abschluss einer initialen Antikoagulation noch mindestens 2 Jahre und maximal 4 Jahre lang mit ASS oder Placebo weiterbehandelt worden. Die ASS-Prophylaxe reduzierte das Risiko für erneute venösen Thrombosen (VTE) signifikant um 32 % im Vergleich zu Placebo. Schwere Blutungen traten bei einer jährlichen Rate von 0,5 % unter ASS und 0,4 % unter Placebo in beiden Gruppen relativ selten auf. Der Unterschied ist nicht signifikant. Da wirksamere Medikamente zur Verfügung stehen, raten die aktuellen Leitlinien dazu, ASS zur Sekundärprophylaxe nur bei Patienten einzusetzen, die andere orale Antikoagulanzien ablehnen oder nicht vertragen.

Diagnostik und Therapie der akuten Lungenembolie

Nach der aktuellen ESC-Leitlinien 2014 zur Diagnostik und Therapie akuter Lungenembolien basieren weiterhin – verglichen mit der ESC-Leitlinie aus dem Jahr 2008 – die empfohlenen diagnostischen und therapeutischen Algorithmen auf der initialen (klinischen) Einteilung in Patienten mit „Hohem Risiko“ und „Nicht-hohem Risiko“

  • Für hämodynamisch stabile Patienten sollte eine weiterführende Risikostatifizierung zur Einleitung einer risikoadaptierten Therapie erfolgen.
  • Nach den Ergebnissen der PEITHO-Studie wird empfohlen, Patienten mit „intermediär-hohem“ Risiko stationär zu überwachen, um ggf. eine Therapie mit Thrombolytika einleiten zu können.
  • Eine routinemäßige Thrombolyse hämodynamisch stabiler Patienten wird aufgrund des hohen Blutungsrisikos nicht empfohlen.
  • Alle Patienten mit Verdacht auf Lungenarterienembolie benötigen eine Akuttherapie mittels niedermolekularem Heparin oder Fondaparinux.
  • Die NOAK werden als gleichgestellte Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten für die Therapie von Lungenembolien empfohlen.
  • Bei Indikation für eine verlängerte Sekundärprophylaxe sollten Dabigatran, Rivaroxaban oder Apixaban als Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten erwogen werden.
  • Eine Prophylaxe mit ASS statt einer verlängerten Antikoagulation kommt nur für diejenigen – sehr wenigen – Patienten in Frage, die weder VKA noch NOAK akzeptieren.

Vorhofflimmern diagnostizieren: Wann – Wer – Wie

Unter Vorhofflimmern leiden etwa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung – mit steigender Tendenz. Die Erkrankung mit einem Lebenszeitrisiko von circa 25 Prozent betrifft überwiegend ältere Menschen. Da Vorhofflimmern häufig asymptomatisch verläuft, empfehlen die aktuellen ESC-Leitlinien bei allen Patienten über 65 Jahren ein gelegentliches Screening mittels Palpation des Pulses und Ruhe-EKG. Wiederholte und/oder längere EKG-Aufzeichnungen können die VHF-Diagnoserate deutlich erhöhen. Welche Verfahren es neben dem Goldstandard Langzeit-EKG gibt, Vorhofflimmern zuverlässig festzustellen und welche Diagnosestrategien besonders erfolgversprechend sind, beschreiben die nachfolgenden Kapitel.

Suchen Sie nach stummem Vorhofflimmern!

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Schlaganfall-Prophylaxe bei Vorhofflimmern – VKAs oder NOAKs

Vorhofflimmern gilt als häufigste Herzrhythmusstörung und der Schlaganfall als gefürchtete Folge. Vitamin-K-Antagonisten haben seit Jahren einen festen Stellenwert in der Primär- und Sekundärprävention des Schlaganfalls. Dennoch ist ihr Einsatz nicht unproblematisch. Eine stabile INR-Einstellung zwischen 2-3 ist essentiell für den Erfolg der Therapie. Eine wichtige Kenngröße für die Qualität der VKA-Therapie ist der prozentuale Anteil der Zeit, in der die INR im empfohlenen Bereich liegt. Die sogenannte. „Time in Therapeutic Range“ (TTR) sollte mindestens 70% betragen. Trotz regelmäßiger Gerinnungskontrollen wird dieser Zielwert häufig unterschritten, auch in Deutschland.

In den letzten Jahren wurden neue orale Antikoagulanzien mit verbessertem Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil und einfacherer Handhabung entwickelt. Die sogenannten NOAK werden in den aktuellen Leitlinien der ESC und DGK bereits ausdrücklich empfohlen. In einer aktuellen Meta-Analyse wurden die Phase-3-Sudienergebnisse aller vier neuen oralen Antikoagulanzien jetzt erstmalig ausgewertet.

Prof. Dr. Hendrik Bonnemeier
Seien Sie kein Dr. No, seinen Sie vielleicht ein Dr. NOAK

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Leitliniengerechte Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmern in nur 5 Schritten

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und der Schlaganfall eine gefürchtete Folge. Die Vermeidung dieser Folgen ist das wesentliche Therapieziel bei der Behandlung von Vorhofflimmern. Da Vorhofflimmern häufig asymptomatisch verläuft, wird gemäß der aktuellen ESC-Leitlinie ein gelegentliches Screening bei allen Patienten über 65 Jahren empfohlen.
Die aktuelle Behandlungsstrategie geht davon aus, dass fast alle Vorhofflimmer-Patienten von einer oralen Antikoagulation profitieren, und lediglich Patienten mit „wirklich niedrigem Risiko“ keine antithrombotische Therapie benötigen.

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Vorhofflimmern verläuft häufig asymptomatisch und die erste Manifestation dieser Herzrhythmuserkrankung ist dann der Schlaganfall.

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Dr. Anton Rausch, Bedburg
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