Schmerztherapie – Management der Opioid-induzierten Obstipation (OIC)

Eine der häufigsten Nebenwirkungen einer Schmerztherapie mit Opioiden ist die Opioid-induzierte Obstipation (OIC; opioid-induced constipation). Dennoch wird die OIC unterschätzt, z. B. weil Patienten die schambesetzte Symptomatik im Arztgespräch nicht thematisieren. Dabei stellt die OIC für den Patienten eine erhebliche Belastung dar, die zur Reduktion der Opioiddosis bis hin zum Absetzen der Medikation führen kann.

Diese Fortbildung beleuchtet das Beschwerdebild der OIC, das sich grundsätzlich – aufgrund der eigenen Pathophysiologie – von der funktionellen Obstipation unterscheidet. Durch Aktivierung der peripheren μ-Opioid Rezeptoren im enterischen Nervensystem kommt es zu einem Spektrum an vielfältigen Symptomen – nicht nur im Gastrointestinalbereich.

Die hier vorgestellten aktuellen Tools zur Diagnostik ermöglichen eine umfassende und genaue Bewertung der klinischen Situation mit nur wenig Zeitaufwand. Das Therapiemanagement folgt einem Stufenschema, angelehnt an die S2k-Leitlinie „Chronische Obstipation“.

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Wirz
Die Obstipation ist eines der vier wichtigsten Probleme von Menschen.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709118084730010
Gültig ab 10. September 2018
Zertifiziert bis 09. September 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Wirz, Bad Honnef
Redaktion CME-Verlag
Lernmaterial Vortrag (21:17 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner KYOWA KIRIN GmbH
Bewertung 4.2 (397)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Die neue Praxisleitlinie Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie (POM)

Ein bis drei Prozent der Patienten mit einer Langzeitverordnung von Opioiden zur Schmerztherapie entwickeln einen „Fehlgebrauch“. Abhängigkeit und Suchtverhalten können die Folge sein. Die neue DGS-Praxisleitlinie „Substitutionsbehandlung bei Opioidfehlgebrauch in der Schmerztherapie“ widmet sich erstmalig diesem speziellen Problembereich.

Opioide haben per se ein Gewöhnungs- und Suchtpotenzial. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen der physischen Abhängigkeit und Gewöhnung (Toleranz) und einer psychischen Abhängigkeit (Sucht). Die klinischen Zeichen einer Abhängigkeit und Sucht gehen mit einer Verhaltensänderung einher: Es steht nicht mehr die Schmerzlinderung bei der Einnahme des Opioids im Vordergrund, sondern das Erleben von Euphorie und das intensive, nicht zu unterdrückende Verlangen nach dem Opiat.

Bei Anzeichen von „Fehlgebrauch“ ist die Diagnose Prescription Opioid Misuse (POM) zu stellen. Steht die Diagnose POM und ist die Entscheidung zu einem Therapiewechsel gefallen, kann der Einsatz eines Substitutionsmittels erwogen werden. Zur Substitution stehen heutzutage mehrere Substanzen zur Auswahl, die ihrerseits als Opioide in der Schmerztherapie Verwendung finden, sich aufgrund ihrer langen Halbwertszeit und aus pharmakologischen Gründen aber auch für kontrollierte Substitutionsbehandlungen eignen.

SanRat Dr.med. Oliver M.D. Emrich
Die bisherigen Leitlinien haben die Problematik verschriebener Opioide weitgehend ausgeblendet.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709118079620010
Gültig ab 15. August 2018
Zertifiziert bis 14. August 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren SanRat Dr.med. Oliver M.D. Emrich, Ludwigshafen
Redaktion CME-Verlag
Lernmaterial Vortrag (25:33 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner INDIVIOR Deutschland GmbH
Bewertung 4.3 (354)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Update Cannabis als Medizin

Seit Inkrafttreten des „Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ am 10. März 2017 sind getrocknete Cannabisblüten, standardisierte Cannabisextrakte sowie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol und Nabilon in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen GKV-erstattungsfähig und stellen so eine reale Erweiterung des Therapiespektrums dar.

Medikamente auf Cannabisbasis sowie Cannabisextrakte oder -blüten sind bei einer Vielzahl verschiedener Indikationen durch ihre spezifische Bindung an Rezeptoren des Endocannabinoidsystems und durch andere Mechanismen wirksam.

Zu den etablierten Indikationen zählen aufgrund der aktuellen Studienlage derzeit vor allem chronische neuropathische Schmerzen, Spastik bei MS sowie Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Krebsbehandlung oder anderer Ursache. Für viele andere Indikationen liegen Fallbeispiele oder kleinere Studien vor, in denen zum Teil über erstaunliche Effekte berichtet wird.

Prof. Dr. med. Kirsten R. Müller-Vahl
Bei welchen Indikationen Cannabis verordnet wird, das liegt in der Verantwortung des behandelnden Arztes.
Kursinfo
VNR-Nummer 2760709118064640015
Gültig ab 26. Juni 2018
Zertifiziert bis 25. Juni 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Referent Prof. Dr. Kirsten R Müller-Vahl
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (38:12 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bionorica Ethics GmbH
Bewertung 4.3 (457)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Interaktiv gegen den Schmerz – Falldiskussionen mit Experten aus Hämostaseologie, Schmerzmedizin und Orthopädie

Die Prävalenz von Schmerzen unter hämophilen Patienten ist hoch. Schmerzen entstehen häufig infolge von Blutungen in Gelenken und Muskulatur. Neben einer geeigneten Prophylaxe steht die Schmerzbehandlung für die betroffenen Patienten an erster Stelle. Anderenfalls droht eine systemische Funktionsstörung der gesamten Bewegungskette.

Eine zielführende Schmerztherapie setzt eine geeignete Diagnostik voraus, z.B. mittels bildgebender Verfahren. Die Schmerztherapie bei Hämophilen muss immer differenziert erfolgen, da diese Patienten zusätzlichen Risiken ausgesetzt sind. Neben NSAR oder kurzzeitig eingesetzten Opioiden haben unterstützenden Maßnahmen eine hohe Bedeutung. Wenn diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen müssen chirurgische Interventionen in Betracht gezogen werden.

Dr. Katharina Holstein
Hämophilie-Patienten erfahren häufig akute Schmerzen durch Blutungen in Gelenke und Muskeln.
Kursinfo
VNR-Nummer 2760709116099350014
Gültig ab 01. Jun. 2018
Zertifiziert bis 31. Mai 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 4 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. M. Bernateck
Dr. Katharina Holstein
Priv.-Doz. Dr. Peter Pennekamp
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag mit Lernstandserhebung (3 Quiz), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle (CME-Test)
Bearbeitungszeit 90 Minuten
Fortbildungspartner Bayer HealthCare Deutschland (2016)
Bewertung 4.2 (2315)

Neue Konzepte zum Umgang mit Opioid-Schmerzmittel-Abhängigkeit

Weltweit hat der Opioidverbrauch in den vergangen 20 Jahren stark zugenommen. Vor allem nichttumorbedingte Schmerzen sind heute die Hauptindikation. Unter Experten mehrt sich die Sorge, das eine zunehmende Zahl von Patienten in eine Schmerzmittelabhängigkeit geraten. Während man für die USA den Fehlgebrauch auf 5-10% schätzt, gab es hierzulande kaum verlässliche Zahlen.

Eine nun vorliegende repräsentative Auswertung von 4 Millionen Datensätzen aus der GKV Datenbank 2014 kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland 640.000 Menschen als Langzeit-Opioidpatienten gelten. Jeder vierte Patient gilt als gefährdet.

Diese Fortbildung beleuchtet das Ausmaß der behandlungsbedürftiger Opioid-Schmerzmittel-Abhängigkeit in Deutschland und stellt zwei sehr unterschiedliche Behandlungskonzepte anhand von Fallbeispielen vor.

Opioid-Schmerzmittel-Abhängigkeit
Primäres Ziel der Therapie der Abhängigkeit ist nicht notwendigerweise die Abstinenz, sondern die Verbesserung des psychosozialen Funktionsniveaus.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709118037300010
Gültig ab 15. Februar 2018
Zertifiziert bis 14. Februar 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 4 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. Thomas R. Tölle, Prof. Dr. Christoph Maier, Univ. Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag mit Lernstandserhebung, Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle (CME-Test)
Bearbeitungszeit 90 Minuten
Sponsor IMDIVIOR Deutschland GmbH (2016/2017)
Bewertung 4 (1486)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Was sollte der Schmerztherapeut über suchtmedizinische Behandlungskonzepte wissen?

Die Suchtabhängigkeit ist eine chronische Erkrankung, deren Therapie ein langfristig angelegtes Behandlungskonzept erfordert. Das Ziel der modernen Suchtmedizin ist daher die Behandlung des Verlangens nach dem Suchtmittel. Therapie der Wahl ist die Substitution.

Die Substitution kann auch für Schmerzmittelabhängige eine geeignete Alternative zur Entgiftung darstellen. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie, welche klinischen Erfahrungen hinsichtlich der Substitution der Schmerzmittelabhängigkeit vorliegen, wie diese in der Praxis umgesetzt wird und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind.

Prof. Klaus Weckbecker
Das Ziel der modernen Suchtmedizin ist die Behandlung des Verlangens nach dem Suchtmittel.
Kursinfo
VNR-Nummer 2760709118029900017
Gültig ab 01. Februar 2018
Zertifiziert bis 31. Januar 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Klaus Weckbecker
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (20:55 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Sponsor Indivior (2016)
Bewertung 4.3 (1536)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Hochdosierte Opiat-Therapie bei Schmerzpatienten – nützlich oder schädlich?

In den folgenden Kapiteln lernen Sie zunächst die neurobiologischen Zusammenhänge der Opiat-induzierten Analgesie kennen. Wie wirken Opiate in der Anästhesie und in der Schmerztherapie und welche Erklärungsmodelle gibt es für das in der klinischen Praxis zu beobachtende Phänomen, das Opiate nicht immer über einen längeren Zeitraum gut wirken. Welche Mechanismen führen zur Opiat-induzierten Toleranz?

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Opiat-induziere Hyperalgesie und deren neurobiologischen Hintergründe gelegt und schließlich werden Behandlungsoptionen für Patienten mit einer Opiat-induzieren Hyperalgesie dargestellt.

Anhand der aktuellen LONTS-Leitlinien, werden sinnvolle Opiat-Dosierungen und die Nutzen-Risiko-Frage der Therapie mit hochdosierten Opiaten diskutiert.

Prof. Justus Benrath, Hochdosierte Opiat-Therapie bei Schmerzpatienten
Wir wissen aus klinischer Erfahrung, dass Opiate nicht immer über einen längeren Zeitraum gut wirken.
Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117099970017
Gültig ab 01. Februar 2018
Zertifiziert bis 31. Januar 2019
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Justus Benrath
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (21:22 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Sponsor Indivior (2016)
Bewertung 3.9 (1636)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz