Cannabis als Medizin – Update 2017

Seit Inkrafttreten des „Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ am 10. März 2017 sind getrocknete Cannabisblüten, standardisierte Cannabisextrakte sowie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol und Nabilon in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen GKV-erstattungsfähig und stellen so eine reale Erweiterung des Therapiespektrums dar.

Medikamente auf Cannabisbasis sowie Cannabisextrakte oder -blüten sind bei einer Vielzahl verschiedener Indikationen durch ihre spezifische Bindung an Rezeptoren des Endocannabinoidsystems und durch andere Mechanismen wirksam.

Zu den etablierten Indikationen zählen aufgrund der aktuellen Studienlage derzeit vor allem chronische neuropathische Schmerzen, Spastik bei MS sowie Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Krebsbehandlung oder anderer Ursache. Für viele andere Indikationen liegen Fallbeispiele oder kleinere Studien vor, in denen zum Teil über erstaunliche Effekte berichtet wird.

Prof. Dr. Kirsten R Müller-Vahl
Bei welchen Indikationen Cannabis verordnet wird, das liegt in der Verantwortung des behandelnden Arztes.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117064410015
Gültig ab 26. Juni 2017
Zertifiziert bis 25. Juni 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Referent Prof. Dr. Kirsten R Müller-Vahl
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 38:12 Minuten
Fortbildungspartner Bionorica Ethics GmbH
Bewertung 4.3 (248)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Neue Konzepte zum Umgang mit Opioid-Schmerzmittel-Abhängigkeit

Weltweit hat der Opioidverbrauch in den vergangen 20 Jahren stark zugenommen. Vor allem nichttumorbedingte Schmerzen sind heute die Hauptindikation. Unter Experten mehrt sich die Sorge, das eine zunehmende Zahl von Patienten in eine Schmerzmittelabhängigkeit geraten. Während man für die USA den Fehlgebrauch auf 5-10% schätzt, gab es hierzulande kaum verlässliche Zahlen.

Eine nun vorliegende repräsentative Auswertung von 4 Millionen Datensätzen aus der GKV Datenbank 2014 kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland 640.000 Menschen als Langzeit-Opioidpatienten gelten. Jeder vierte Patient gilt als gefährdet.

Diese Fortbildung beleuchtet das Ausmaß der behandlungsbedürftiger Opioid-Schmerzmittel-Abhängigkeit in Deutschland und stellt zwei sehr unterschiedliche Behandlungskonzepte anhand von Fallbeispielen vor.

Opioid-Schmerzmittel-Abhängigkeit
Primäres Ziel der Therapie der Abhängigkeit ist nicht notwendigerweise die Abstinenz, sondern die Verbesserung des psychosozialen Funktionsniveaus.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117029630012
Gültig ab 15. Februar 2017
Zertifiziert bis 14. Februar 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 3 Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. Thomas R. Tölle, Prof. Dr. Christoph Maier, Univ. Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 41:09 Minuten
Sponsor IMDIVIOR Deutschland GmbH
Bewertung 4 (485)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Was sollte der Schmerztherapeut über suchtmedizinische Behandlungskonzepte wissen?

Die Suchtabhängigkeit ist eine chronische Erkrankung, deren Therapie ein langfristig angelegtes Behandlungskonzept erfordert. Das Ziel der modernen Suchtmedizin ist daher die Behandlung des Verlangens nach dem Suchtmittel. Therapie der Wahl ist die Substitution.

Die Substitution kann auch für Schmerzmittelabhängige eine geeignete Alternative zur Entgiftung darstellen. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie, welche klinischen Erfahrungen hinsichtlich der Substitution der Schmerzmittelabhängigkeit vorliegen, wie diese in der Praxis umgesetzt wird und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind.

Prof. Klaus Weckbecker
Das Ziel der modernen Suchtmedizin ist die Behandlung des Verlangens nach dem Suchtmittel.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117021420016
Gültig ab 01. Februar 2017
Zertifiziert bis 31. Januar 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 CME-Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Klaus Weckbecker
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 20:55 Minuten
Sponsor Indivior
Bewertung 4.3 (990)

Hochdosierte Opiat-Therapie bei Schmerzpatienten – nützlich oder schädlich?

In den folgenden Kapiteln lernen Sie zunächst die neurobiologischen Zusammenhänge der Opiat-induzierten Analgesie kennen. Wie wirken Opiate in der Anästhesie und in der Schmerztherapie und welche Erklärungsmodelle gibt es für das in der klinischen Praxis zu beobachtende Phänomen, das Opiate nicht immer über einen längeren Zeitraum gut wirken. Welche Mechanismen führen zur Opiat-induzierten Toleranz?

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Opiat-induziere Hyperalgesie und deren neurobiologischen Hintergründe gelegt und schließlich werden Behandlungsoptionen für Patienten mit einer Opiat-induzieren Hyperalgesie dargestellt.

Anhand der aktuellen LONTS-Leitlinien, werden sinnvolle Opiat-Dosierungen und die Nutzen-Risiko-Frage der Therapie mit hochdosierten Opiaten diskutiert.

Prof. Justus Benrath, Hochdosierte Opiat-Therapie bei Schmerzpatienten
Wir wissen aus klinischer Erfahrung, dass Opiate nicht immer über einen längeren Zeitraum gut wirken.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117021460012
Gültig ab 01. Februar 2017
Zertifiziert bis 31. Januar 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 CME-Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Justus Benrath
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 21:22 Minuten
Sponsor Indivior
Bewertung 3.9 (1061)

Interaktiv gegen den Schmerz – Falldiskussionen mit Experten aus Hämostaseologie, Schmerzmedizin und Orthopädie

Die Prävalenz von Schmerzen unter hämophilen Patienten ist hoch. Schmerzen entstehen häufig infolge von Blutungen in Gelenken und Muskulatur. Neben einer geeigneten Prophylaxe steht die Schmerzbehandlung für die betroffenen Patienten an erster Stelle. Anderenfalls droht eine systemische Funktionsstörung der gesamten Bewegungskette.

Eine zielführende Schmerztherapie setzt eine geeignete Diagnostik voraus, z.B. mittels bildgebender Verfahren. Die Schmerztherapie bei Hämophilen muss immer differenziert erfolgen, da diese Patienten zusätzlichen Risiken ausgesetzt sind. Neben NSAR oder kurzzeitig eingesetzten Opioiden haben unterstützenden Maßnahmen eine hohe Bedeutung. Wenn diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen müssen chirurgische Interventionen in Betracht gezogen werden.

Dr. Katharina Holstein
Hämophilie-Patienten erfahren häufig akute Schmerzen durch Blutungen in Gelenke und Muskeln.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709117058140016
Gültig ab 01. Jun. 2017
Zertifiziert bis 31. Mai 2018
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 3 Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Prof. Dr. M. Bernateck
Dr. Katharina Holstein
Priv.-Doz. Dr. Peter Pennekamp
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Spieldauer 32:00 Minuten
Fortbildungspartner Bayer HealthCare Deutschland (2016)
Bewertung 4.3 (1281)