Idiopathische überaktive Blase (iOAB)

Bei der idiopathischen überaktiven Blase (engl.: idiopathic overactive bladder, iOAB) handelt es sich um einen weitverbreiteten Symptomenkomplex mit dem Kernsymptom imperativer Harndrang mit oder ohne Dranginkontinenz, begleitet zumeist von Pollakisurie und Nykturie. Die Erkrankung führt häufig zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Sie stellt zudem eine hohe gesundheitsökonomische Belastung dar.

Bei der Diagnostik geht es vor allem darum, andere Ursachen der Symptomatik auszuschließen. Die therapeutische Palette reicht von allgemeinen Maßnahmen der Lebensführung über ein Blasen- und Beckenbodentraining bis hin zu einer Pharmakotherapie und minimalinvasiven Verfahren wie der Injektion von Botulinumtoxin A und der Neuromodulation. Weiterreichende chirurgische Eingriffe stellen eine Ultima ratio dar.

Behandlungsziel ist die Reduktion des imperativen Harndranges sowie der begleitenden Symptome und damit einhergehend die Verbesserung der diesbezüglichen Lebensqualität.

Priv.-Doz. Dr. Heinrich Schulte-Baukloh
Die iOAB ist eine „Volkskrankheit“. Dennoch erhalten viele Patienten keine adäquate Therapie.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119040820010
Gültig ab 12. März 2019
Zertifiziert bis 11. März2020
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Priv.-Doz. Dr. Heinrich Schulte-Baukloh, Berlin
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (E-Tutorial)
Lernmaterial Vortrag (25:48 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Pharm-Allergan GmbH
Bewertung 4.4 (367)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Unkomplizierte Harnwegsinfektionen – Update 2018

Harnwegsinfektionen (HWI) gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten in der Praxis und zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Die Diagnostik und Therapie können herausfordernd sein, zumal die Leitlinien-Empfehlungen für das Vorgehen bei den verschiedenen betroffenen Patientengruppen (nicht schwangere Frauen in der Prämenopause, Schwangere, Frauen in der Postmenopause, jüngere Männer, Diabetiker mit gut eingestellter Stoffwechsellage) teilweise unterschiedlich sind.

Die Behandlungsempfehlungen sind zudem jüngst modifiziert und der Resistenzlage bei der unkomplizierten Harnwegsinfektion angepasst worden. Nicht mehr empfohlen wird eine Behandlung mit Fluorchinolonen sowie Cephalosporinen und auch vom Einsatz von Cotrimoxazol wird abgeraten. Als Mittel der Wahl sollten vielmehr Fosfomycin, Nitrofurantoin oder Nitroxolin zur Anwendung kommen.

Dr. med. Anton Rausch, Bedburg / Erft
Mittel der ersten Wahl bei unkomplizierten HWI sind Fosfomycin, Nitrofurantoin und Nitroxolin.

Dr. med. Matthias Schulze, Markkleeberg
Goldstandard der Diagnostik ist die Testung des Urins einschließlich der Urinkultur im mikrobiologischen Labor.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119039090013
Zeitraum 15.03.2019 - 14.03.2020
Zertifiziert in D, A
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie D)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Dr. med. Anton Rausch, Dr. med. Matthias Schulze
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (Webcast)
Lernmaterial Vortrag (28:24 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Aristo Pharma GmbH
Bewertung 4.4 (2887)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Diagnose und Therapie neurogener Blasenfunktionsstörungen

Als neurogene Blasenfunktionsstörungen (nBFS) werden Dysfunktionen der Harnblase bezeichnet, die durch eine Fehlfunktion oder Verletzung des Nervensystems verursacht werden, beispielsweise durch Rückenmarkverletzungen, Spina bifida, Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Morbus Parkinson. Der Leidensdruck der Patienten ist groß, da die Lebensqualität durch Pollakisurie, Harndrang und Harninkontinenz zusätzlich eingeschränkt wird.

Die therapeutischen Maßnahmen orientieren sich an der zugrunde liegenden Pathophysiologie, den damit verbundenen Risikofaktoren, der klinischen Symptomatik und nicht zuletzt an den individuellen Patientenbedürfnissen. Primäres Therapieziel ist der Schutz des oberen Harntraktes und der Nierenfunktion.

Die Erstlinientherapie besteht neben allgemeinen Maßnahmen in der Gabe von Anticholinergika. Allerdings ist die Adhärenz der Pharmakotherapie aufgrund von Nebenwirkungen häufig unzureichend. Somit kommt den Zweitlinientherapien eine starke Bedeutung zu. Hier haben sich die Injektion von Botulinumtoxin A sowie die sakrale Neuromodulation inzwischen fest etabliert. Diese minimalinvasiven Behandlungsalternativen zeichnen sich durch eine gute klinische Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit aus.

Univ.-Prof. Dr. med. Arndt van Ophoven
Die Behandlung neurogener Blasenstörungen orientiert sich primär an der individuell vorliegenden Störung.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119034120013
Gültig ab 12. Februar 2019
Zertifiziert bis 11. Februar 2020
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I - Einzellernen)
Zielgruppe Ärzte
Autoren Univ.-Prof. Dr. Arndt van Ophoven, Herne
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (E-Tutorial)
Lernmaterial Vortrag (25:14 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Pharm-Allergan GmbH
Bewertung 4.3 (573)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz