C. diff.-Infektionen – Aktuelles für die hausärztliche Versorgung
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C. diff.-Infektionen – Aktuelles für die hausärztliche Versorgung

Clostridioides difficile-Infektionen (CDI) gehen mit einer hohen Mortalitätsrate von 20 % einher. Dies gilt vor allem für rezidivierende CDI. Die finanzielle Belastung für das Gesundheitswesen ist erheblich. Eine der Hauptursachen ist ein übermäßiger und unsachgerechter Antibiotikagebrauch, da er die Darmmikrobiota schädigt und somit die Anfälligkeit für eine Besiedlung und Infektion mit pathogenen C. difficile-Stämmen erhöht. Der Erreger wird fäkal-oral über seine ubiquitär vorkommenden Sporen übertragen. Die von der vegetativen Form produzierten Enterotoxine sind für die typischen gastrointestinalen Symptome verantwortlich. Eine zentrale Maßnahme zur Reduktion der CDI-Inzidenz sind der rationale Antibiotikaeinsatz und Antibiotic-Stewardship-(ABS-)Programme. Diese zielen vor allem auf die Einschränkung des Einsatzes von Fluorchinolonen, Cephalosporinen und Clindamycin ab. Bei Verdacht auf CDI ist eine frühzeitige zweistufige Erregerdiagnostik essenziell. Der Einsatz eines spezifischen Engspektrumantibiotikums ist entscheidend, um eine weitere Schädigung der Darmmikrobiota und damit das Risiko für künftige Rezidive zu reduzieren.

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Leberfibrose bei Fettleber/MASLD in der Praxis erkennen – warum und wie
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Leberfibrose bei Fettleber/MASLD in der Praxis erkennen – warum und wie

Die Diagnostik der metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) hat durch die breite Verfügbarkeit nicht invasiver Tests (NIT) und durch neue Therapieoptionen an Bedeutung gewonnen. Diese Fortbildung vermittelt ein praxisorientiertes Stufenkonzept zur Risikostratifizierung – von der Identifikation relevanter Risikokollektive über laborbasierte Scores (z. B. FIB-4) bis zur Elastografie. Sie erläutert die Interpretation von Cut-offs und Graubereichen, adressiert die Unterdiagnose und zeigt, warum der Fibrosegrad der zentrale Prognosemarker ist. Zudem wird der Stellenwert der Fibrosestratifizierung für Monitoring, Überweisung und leberspezifische Therapien eingeordnet. 

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Update Harnblasenkarzinom
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Update Harnblasenkarzinom

Das Harnblasenkarzinom gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen, wobei Männer dreimal häufiger betroffen sind als Frauen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei >70 Jahren. Die häufigste Form ist das nicht muskelinvasive Blasenkarzinom (70 %). Beim muskelinvasiven lokalisierten Blasenkarzinom erfolgt die Behandlung in der Regel multimodal. Diese umfasst eine Zystektomie, ergänzt durch perioperative Systemtherapien oder eine trimodale Therapie. Für Patienten mit einem geringen oder mittleren Risiko beim nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom ist eine Instillationstherapie mit einem Chemotherapeutikum wie beispielsweise Mitomycin C 20 mg die bevorzugte Therapieoption, während bei „high risk“ nicht muskelinvasiven Blasenkarzinomen die Anwendung von Bacillus Calmette-Guérin die primäre Instillationstherapie ist. Für resektable muskelinvasive Tumoren ist die neoadjuvante Chemotherapie präoperativ Standard of Care. Postoperativ ist die adjuvante Immuntherapie oder die Immunerhaltungstherapie mit Checkpoint-Inhibitoren eine vielversprechende neue Therapieoption. Im metastasierten Stadium kommen neue, hochwirksame palliative Immunchemotherapien zum Einsatz.

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Update Immuntherapie beim fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus
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Update Immuntherapie beim fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus

Die Behandlung des fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus (ESCC) hat sich durch den Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) grundlegend verändert. In Kombination mit Chemotherapie oder als Monotherapie verbessern ICI signifikant das Überleben und sind heute integraler Bestandteil der Erst- und Zweitlinientherapie. Diese Fortbildung vermittelt praxisrelevante Einblicke in Studiendaten und Zulassungen, erläutert die Unterschiede zwischen den verfügbaren ICI und zeigt den Stellenwert von PD-L1 als Biomarker auf. Zudem werden Strategien zur Therapiewahl und zum Vorgehen bei Progression vorgestellt.

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Pneumologie 2026: Neues zu Asthma, Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung und Schlafmedizin
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Pneumologie 2026: Neues zu Asthma, Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung und Schlafmedizin

Die Pneumologie durchläuft einen Wandel hin zu einer auf Präzision und Personalisierung ausgerichteten Medizin. Maßgeblich für Behandlungserfolge und eine verbesserte Lebensqualität ist eine gute Therapieadhärenz, wobei der Kommunikation zwischen Arzt und Patient eine herausragende Rolle zukommt. Bei der Behandlung von Asthma bronchiale spielen entzündungswertgesteuerte Therapien eine dominierende Rolle; bei schwerem Asthma ermöglicht der Einsatz von Biologika eine Steroidkarenz.Zur Behandlung der Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung wird die Rolle der Triple-Therapie hervorgehoben. Zudem können Biologika wie Dupilumab oder Mepolizumab zur Vermeidung von Exazerbationen eingesetzt werden. Eine frühzeitige Diagnose und ein Rauchstopp sind von entscheidender Bedeutung, denn eine leitliniengerechte Therapie reduziert das kardiopulmonale Risiko signifikant.In der Schlafmedizin wird die Relevanz der nasalen Überdrucktherapie (CPAP) als Methode zur effektivsten Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe betont. Darüber hinaus zeigen neue medikamentöse Ansätze vielversprechende Behandlungswege auf. 

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Perspektivwechsel bei DMÖ und RVV – Biomarker im Fokus
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Perspektivwechsel bei DMÖ und RVV – Biomarker im Fokus

Makulaödeme sind eine sehr häufige Ursache für eine deutliche Verschlechterung des Sehvermögens von Patienten mit diabetischer Retinopathie oder retinalem Venenverschluss (RVV). So sind in Deutschland etwa 6 % der Patienten mit Typ-2-Diabetes von einem diabetischen Makulaödem (DMÖ) betroffen, und angesichts des demografischen Wandels sowie der allgemein veränderten Ernährungsweise ist mit steigenden Fallzahlen zu rechnen. Verschiedene Therapieoptionen stehen zur Verfügung und können Seh- und Lebensqualität der Betroffenen langfristig erhalten, sofern sie rasch und konsequent zum Einsatz kommen. Allen Netzhauterkrankungen, die mit einem Makulaödem assoziiert sind, obliegt auch eine partiell entzündliche Komponente. Insbesondere beim diabetischen Makulaödem und dem Makulaödem durch einen retinalen Venenverschluss ist die entzündliche Komponente besonders ausgeprägt, weshalb die intravitreale Kortikosteroidtherapie zunehmend in den Fokus gerät. Erfahren Sie hier auch anhand von Fallbeispielen, wie Biomarker und moderne Bildgebung eine individualisierte Therapieplanung und eine effektive Verlaufskontrolle unterstützen können.

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Herz- und Nierenschutz bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Albuminurie
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Herz- und Nierenschutz bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Albuminurie

Die pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Herzinsuffizienz können durch das kardiovaskulär renal-metabolische Syndrom (CKM-Syndrom) sehr gut beschrieben werden. Wenn eine chronische Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetikern mit geschätzter glomerulärer Filtrationsrate (eGFR) und Urin-Kreatinin-Albumin-Ratio (UACR) klassifiziert wurde, stehen mittlerweile vier wirksame pharmakologische Therapieoptionen zur Verfügung, die in den Leitlinien aufgeführt sind.In der Hausarztpraxis können CKD-Screening und -Therapie durch eine gute Organisation und strukturierte Abläufe deutlich verbessert werden. Alle Patienten mit Erkrankungen, die das renale Risiko erhöhen oder die eine bekannte Nierenerkrankung haben, sollten vom Hausarzt ausnahmslos gescreent werden. Dabei sind klare Vorgaben in der Praxis für den Umgang mit Urinproben sowie die Diagnostik der Mikroalbuminurie in der Praxis hilfreich. Nach der leitlinienbasierten Einschätzung des CKD-Stadiums sollte die entsprechende Therapie umgehend vom Hausarzt oder Facharzt eingeleitet werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind zu vereinbaren. 

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Thrombotische Mikroangiopathien in der Schwangerschaft
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Thrombotische Mikroangiopathien in der Schwangerschaft

Thrombotische Mkroangiopathien (TMA) sind durch die Kombination aus Thrombozytopenie, mikroangiopathischer Hämolyse und Organdysfunktion gekennzeichnet. TMA kann im Rahmen einer Schwangerschaftskomplikation auftreten und stellt eine differenzialdiagnostische Herausforderung dar. Trotz ähnlicher klinischer Präsentation unterscheiden sich die zugrunde liegenden Pathomechanismen erheblich, insbesondere hinsichtlich ADAMTS13-(„a disintegrin and metalloproteinase with a thrombospondin type 1 motif, member 13“-)Mangel, dysregulierter Komplementaktivierung und infektiöser Trigger. Eine rasche Abklärung unter Einbeziehung der ADAMTS13-Aktivität und des Shiga-Toxin-Nachweises ist entscheidend für die korrekte Diagnose und Therapie. Beim atypischen hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS) steht die Hemmung der terminalen Komplementkaskade mit Eculizumab oder Ravulizumab im Vordergrund, während die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) eine rasche Plasmapherese erfordert. Das Shiga-Toxin-assoziierte hämolytisch-urämische Syndrom (STEC-HUS) wird überwiegend supportiv behandelt.

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Diagnose und Therapie von Schwindelsyndromen in der Hausarztpraxis
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Diagnose und Therapie von Schwindelsyndromen in der Hausarztpraxis

Schwindel ist ein häufiges transdiagnostisches Symptom mit einer Gesamtprävalenz von 21,6 % in Deutschland und geht mit einer 1,7-fach erhöhten Mortalität einher. Die hausärztliche Diagnostik erfolgt strukturiert anhand von vier Kernfragen: zeitlicher Verlauf, Art der Symptomatik, modulierende Faktoren und Begleitsymptome. Essenzielle klinische Tests sind Kopfimpulstest, Nystagmustest, Lagerungsmanöver und Romberg-Test. Apparative Diagnostik ist bei Red Flags erforderlich.Die häufigsten Ursachen lassen sich in periphere vestibuläre, zentrale und funktionelle Störungen unterteilen; andere sind selten. Je nach Ursache unterscheiden sich Verlauf, Begleitsymptome und therapeutisches Vorgehen. Bei akutem Schwindel ist die Unterscheidung zwischen peripherer und zentraler Genese klinisch entscheidend. Die wichtigste therapeutische Maßnahme ist die vestibuläre Rehabilitation. Die Mehrzahl der Patienten kann erfolgreich hausärztlich behandelt werden.

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Impfstrategien für Reisende und Risikogruppen: Bewährtes, Neues und Zukünftiges
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Impfstrategien für Reisende und Risikogruppen: Bewährtes, Neues und Zukünftiges

Moderne Impfstrategien für Reisende und Risikogruppen erfordern eine individualisierte Beratung unter Berücksichtigung von Reiseziel, Exposition und persönlichen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Alter oder Immunsuppression sowie Grunderkrankungen. Impfungen gegen Hepatitis A und B gehören zu den klassischen Reiseimpfungen. Bei immunsupprimierten Personen sollten Totimpfstoffe den oralen Lebendimpfstoffen gegen Typhus und Cholera vorgezogen werden. Die präexpositionelle Tollwutimpfung reduziert den postexpositionellen Aufwand in Endemiegebieten erheblich. Die Japanische Enzephalitis erfordert Schutz bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Regionen Asiens. Meningokokken-Impfungen sind für Pilgerreisen und Aufenthalte im Meningitis-Gürtel Afrikas essenziell, aber auch generell bei immunschwachen Personen. Gegen die Chikungunya-Erkrankung stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung, wobei der Viruslike-particle-Impfstoff als Totimpfstoff bei Älteren und Immunschwachen zu bevorzugen ist. Für Dengue stehen zwei Lebendimpfstoffe mit unterschiedlichen Indikationen zur Verfügung; TAK-003 ist zudem auch für seronegative Personen zugelassen. Gelbfieberimpfung ist in Teilen Afrikas und Südamerikas bei Einreise teilweise verpflichtend. Bei Immundefizienten können Lebendimpfstoffe kontraindiziert sein, oft wird hier eine Therapiepause der Immunsuppression bei stabiler Erkrankung empfohlen, damit die Impfung risikoarm durchgeführt werden kann. Impfungen gegen respiratorische Erreger, wie Influenza, SARS-CoV-2, Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) und Pneumokokken, sind bei Indikationsgruppen und als Standardimpfung für Ältere empfohlen, Gleiches gilt für die rekombinante Zoster-Impfung. Innovative mRNA-Technologien, wie bereits zugelassen für COVID-19 und RSV, ermöglichen eine schnelle Impfstoffentwicklung und zukünftig Kombinationsvakzine gegen Influenza und COVID-19 für Risikogruppen.

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Von der Diagnostik zur „richtigen“ Therapie: Patientenindividuelles Management der Immunthrombozytopenie
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Von der Diagnostik zur „richtigen“ Therapie: Patientenindividuelles Management der Immunthrombozytopenie

Die Immunthrombozytopenie (ITP) ist eine seltene autoimmunvermittelte Thrombozytopenie, verursacht durch gegen Thrombozyten gerichtete Antikörper und eine gestörte Thrombozytopoese. Diagnostisch richtungsweisend ist eine isolierte Thrombozytopenie bei unauffälligen weiteren Parametern sowie der Ausschluss anderer Ursachen. Antikörpernachweise können die Diagnose stützen, ihr Fehlen schließt eine ITP jedoch nicht aus. Basisuntersuchungen umfassen den Blutausstrich und das Screening auf sekundäre Formen. Bei ausgeprägter Thrombozytopenie (< 20–30 × 10⁹/l) oder Unklarheit ist eine stationäre Abklärung notwendig.Die Therapie erfolgt individualisiert und stadiengerecht: Erstlinientherapie sind kurzfristige Kortikosteroide. Bei fehlendem Ansprechen folgen Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten (TPO-RA) oder Fostamatinib unter Berücksichtigung von Risiken und Komorbiditäten. Die Splenektomie ist möglich, spielt heute aber eine untergeordnete Rolle und sollte frühestens nach 12 Monaten erwogen werden. Weitere Optionen sind Rituximab oder Kombinationstherapien. Engmaschige Kontrollen sind essenziell, um Blutungsrisiken sowie Über- oder Untertherapie zu vermeiden.

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Polypharmazie im Alter – wie viele Pillen braucht der Mensch?
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Polypharmazie im Alter – wie viele Pillen braucht der Mensch?

Infolge der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Multimorbidität einer alternden Gesellschaft steigt die Zahl der Patienten, die gleichzeitig mehrere, unterschiedliche Medikamente einnehmen. Polypharmazie ist weitverbreitet, aber nicht per se ein Qualitätsproblem. Dennoch erfordert sie besondere Aufmerksamkeit, da sie das Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen und Arzneimittelwechselwirkungen begünstigt. Daher ist es wichtig, alle regelmäßig eingenommenen Medikamente des Patienten zu kennen und regelmäßig deren Indikation zu überprüfen. Ausgewählte Tools und Listen können dabei helfen, nebenwirkungsreiche beziehungsweise potenziell inadäquate Medikamente (PIM) zu identifizieren und mögliche Alternativen zu finden.

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