COPD-Exazerbationen stellen eine erhebliche Belastung für Patienten dar und sind mit einer Verschlechterung der Prognose, mit häufigen Hospitalisierungen und erhöhter Mortalität verbunden. Daher sollte die Prävention einer Exazerbation oberste Priorität haben. Aktuelle Erkenntnisse zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede in der Prävalenz, Symptomatik und dem Exazerbationsrisiko. Besonders Frauen sind häufiger von Fehldiagnosen betroffen und weisen eine schlechtere Lebensqualität auf. Ein effektives Management umfasst die frühzeitige Diagnose, präventive Maßnahmen sowie individuell angepasste medikamentöse und nicht medikamentöse Therapien.
Aktuelle CME-Fortbildungen für Pneumologen. Vertiefen Sie Ihr Fachwissen in Asthma, COPD, interstitielle Lungenerkrankungen, pulmonale Hypertonie und Schlafmedizin. Nutzen Sie praxisnahe Kurse zu Lungenfunktionsdiagnostik sowie Onkologie und sichern Sie sich effizient CME-Punkte.





Atemweg und Schlaf: Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Anwendungen
Schlafbezogene Atmungsstörungen, wie Schnarchen, sind weitverbreitet und können pathologisch werden, wenn die Atemwege im Schlaf so eng werden, dass zu wenig Luft in die Lunge gelangt. Unbehandelte Atmungsstörungen können zu ernsthaften Folgeerkrankungen wie Exazerbationen bei COPD, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz führen. Die Diagnostik umfasst standardisierte Fragebögen und Polygrafie, um das Risiko von schlafbezogenen Atmungsstörungen abzuschätzen. Smartwatches und andere digitale Geräte können bei der Diagnostik unterstützen, sind jedoch nicht immer zuverlässig. Die Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, einschließlich Allgemeinmedizin, Pneumologie, HNO, Kardiologie und Zahnmedizin. Patienten sollten über die Bedeutung von gesundem Schlaf und über die möglichen Folgen von Schlafstörungen aufgeklärt werden. Die Einbindung der Patienten in den Diagnose- und Therapieprozess ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Schlafmedizin ist ein interdisziplinäres Feld, das eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachrichtungen erfordert. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen kann die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessern.
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COPD – Risikofaktor Rauchen: Strategien zur Tabakentwöhnung
Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor für COPD, dennoch rauchen viele Menschen weiter. Fast die Hälfte der COPD-Patienten unternimmt ernsthafte Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei ist die Nutzung von E-Zigaretten nicht empfehlenswert. Diese Fortbildung bietet umfassende Einblicke in die gesundheitlichen Risiken des Rauchens und die Effektivität verschiedener Entwöhnungsstrategien. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle von E-Zigaretten und den Herausforderungen bei der Tabakentwöhnung gewidmet. Erfahren Sie mehr über evidenzbasierte Ansätze und aktuelle Forschungsergebnisse zur Unterstützung Ihrer Patienten bei der Raucherentwöhnung.
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Blackbox Exazerbation – akute Exazerbationen der COPD erkennen und behandeln
Exazerbationen bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) werden nicht immer erkannt oder sie werden falsch eingeschätzt. Der aktuelle GOLD-Report schlägt eine neue Definition der COPD-Exazerbation vor, die eine bessere Abgrenzung von einer langsamen Verschlechterung der Symptome erlaubt. Wir beleuchten in diesem Teil unserer Fortbildungsreihe die möglichen Folgen von Exazerbationen und zeigen auf, wie Patienten identifiziert werden können, die ein erhöhtes Exazerbationsrisiko haben. Sie erfahren, woran sich eine bevorstehende Exazerbation erkennen lässt und wie die medikamentöse Therapie nach Risikogruppen erfolgt. Außerdem werden nicht medikamentöse Maßnahmen zur Prävention von Exazerbationen bei COPD skizziert.
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Diagnose der COPD - Abgrenzung zu Asthma
Die meisten COPD-Patienten werden in hausärztlichen Praxen diagnostiziert und behandelt. Dabei sind Fehldiagnosen keine Seltenheit. Am häufigsten bereitet die Abgrenzung zu Asthma Schwierigkeiten. Das liegt zum einen daran, dass die Symptome sehr ähnlich sein können. Zum anderen existieren Mischformen beider Erkrankungen. Erfahren Sie, warum eine korrekte Diagnose für die optimale Behandlung von Asthma und COPD entscheidend ist und welche Bedeutung die Spirometrie dabei hat. Anhand von zwei Patientenfällen aus der Hausarztpraxis werden leitliniengerechte Herangehensweisen in der COPD-/Asthmadifferenzialdiagnostik veranschaulicht.
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Unverträglichkeit, Allergie, Anaphylaxie – Diagnostik und Management
Unverträglichkeiten und Allergien sind in jedem medizinischen Fachbereich relevant. Die Frage nach Allergien und Unverträglichkeiten ist ein wichtiger Bestandteil der ärztlichen Anamnese und Aufklärung. Unverträglichkeiten können unspezifische Beschwerden verursachen und führen Patienten regelmäßig in die ärztliche Praxis. Es ist wichtig, die pathophysiologischen Unterschiede zwischen Allergie und Unverträglichkeit zu kennen. Die behandelnden Ärzte sollten mit den Vorgaben der aktuellen S2K-Leitlinie zur Behandlung einer Allergie und Vorbeugung einer Anaphylaxie vertraut sein. Die Leitlinie stellt zudem zum ersten Mal Indikationen zur Verordnung eines zweiten Adrenalin-Autoinjektors (AAI) vor. Diese Fortbildung beschreibt das Akutmanagement der Anaphylaxie und das diagnostische Monitoring im weiteren Verlauf. Dabei werden unter anderem anhand der Differenzierung zwischen Weizenallergie und Glutenunverträglichkeit grundsätzliche Eigenschaften von Allergien und Unverträglichkeiten aufgezeigt.
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Leitliniengerechte Therapie und neue Entwicklungen in der pulmonal arteriellen Hypertonie
Die pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) ist eine Unterform der pulmonalen Hypertonie (PH). Die PAH stellt eine ernste und oftmals lebensbedrohliche Erkrankung dar. Dank zahlreicher klinischer Studien konnte die Behandlung der PAH in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Aufgrund der Seltenheit und der komplexen Natur der PAH sollte die Betreuung der Patienten in einem spezialisierten Zentrum in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten erfolgen. Derzeit stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, die gemäß den aktuellen Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) und der European Respiratory Society (ERS) entweder als Monotherapie oder als Kombinationstherapie unter Berücksichtigung von individuellen Risikofaktoren und Begleiterkrankungen eingesetzt werden können. Eine ausführliche Differenzialdiagnostik mit Risikostratifizierung ist entscheidend, um eine individualisierte optimale Therapie zu ermöglichen.
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Allergische Rhinitis – Implikationen des Klimawandels
10 bis 40 % der Bevölkerung weltweit leiden unter den Symptomen einer allergischen Rhinitis. Der globale Klimawandel triggert über das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, wie Temperaturerhöhung, ansteigende CO2-Konzentrationen, höhere Luftfeuchtigkeit und Luftverschmutzung durch Stickoxide, die Zunahme der Belastung durch Pflanzenpollen und Schimmelpilzsporen. Stickoxide können die Aggressivität der allergenen Proteine in Pflanzenpollen erhöhen. Die Behandlung der allergischen Rhinitis durch Allergenkarenz ist nicht immer möglich. Eine wirksame symptomatische Therapie kann durch orale und topische H1-Antihistaminika der zweiten und dritten Generation, durch topische Glukokortikoide, durch die Kombination beider Wirkstoffgruppen oder durch Leukotrien-Antagonisten erfolgen. Bei einer persistierenden allergischen Rhinitis mit schwerwiegender Symptomatik sind H1-Antagonisten zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig. Eine kausale Behandlung mittels Allergenimmuntherapie (AIT) ist vor allem bei jüngeren Patienten anzustreben, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
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Optimierung der Inhalationstherapie bei COPD: Von der Theorie zur Praxis
Die Inhalationstherapie bei COPD ist komplex: Zahlreiche Medikamente und Inhalationsgeräte stehen zur Auswahl, aber Anwendungsfehler sind häufig und beeinträchtigen den Therapieerfolg. Die korrekte Technik ist entscheidend, um die Medikamente in die Lungenperipherie zu bringen, wo sie wirken sollen. Faktoren wie Partikelgröße, inspiratorischer Atemfluss und Geräteeigenschaften spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des individuell passenden Inhalationssystems. Diese CME-Fortbildung bietet Einblicke in die optimale Inhalationstherapie bei COPD und zeigt, wie Anwendungsfehler reduziert werden können.
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Fortschritte in der individuellen Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms bei vulnerablen Patienten: Herausforderungen und Perspektiven
Lungenkarzinome stellen die zweithäufigste (Männer) bzw. dritthäufigste (Frauen) aller malignen Tumorerkrankungen in Deutschland dar: Davon handelt es sich bei etwa 85 % um nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC). NSCLC-Patienten sind häufig älter; das mediane Erkrankungsalter liegt bei etwa 69 Jahren. Die Therapieoptionen beim NSCLC sind in den letzten Jahren stetig gewachsen, die Therapieentscheidung wird damit zunehmend komplex. Wegweisend für den Einsatz zielgerichteter oder immunonkologisch fundierter Therapien ist die Testung auf Biomarker. Die Herausforderung: Die Patienten in der Praxis unterscheiden sich in der Regel von der in Zulassungsstudien untersuchten Population bezüglich Alter, Komorbiditäten und Allgemeinzustand. Einige Studiendaten zeigen jedoch, dass diese Faktoren maßgeblich die Verträglichkeit von Therapien beeinflussen können. Insbesondere ist die Anwendung von platinbasierten Chemotherapeutika im klinischen Alltag bei vulnerablen Patienten oftmals herausfordernd. Mit Ausnahme des Stadiums IA sind (kombinierte) Systemtherapien jedoch häufig erforderlich. Die Einschätzung von „Frailty“ (in etwa: Gebrechlichkeit) spielt eine kritische Rolle in der Therapieplanung, zumal Frailty sowohl tumorbedingt als auch unabhängig vom Tumor auftreten kann. Ein personalisierter Therapieansatz, unterstützt durch ein umfassendes geriatrisches Assessment, kann Nebenwirkungen von (platinbasierten) Chemotherapien verringern. Vor allem für ältere und alte Patienten, bei denen eine platinbasierte Kombinationstherapie nicht infrage kommt, bieten moderne Immuntherapien vielversprechende Optionen.
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Medizinische Anwendungen von inhalativem Stickstoffmonoxid (iNO)
Die Bedeutung und Wirkungsweise von Stickstoffmonoxid (NO) als Botenstoff im Organismus von Säugetieren wurden in den 1980er-Jahren aufgeklärt. Inhalativ appliziertes NO verringert im Gegensatz zu intravenösen Vasodilatatoren den pulmonal vaskulären Widerstand nur in belüfteten Lungenarealen und verbessert dadurch die Oxygenierung. Inhalatives NO (iNO) wird bei verschiedenen herzchirurgischen Eingriffen und in der Neonatologie eingesetzt, um bei einem pulmonalen Hochdruck die rechtsventrikuläre Funktion und die Oxygenierung zu verbessern sowie die Notwendigkeit von invasiveren Notfalltherapien zu verringern. Beim Atemnotsyndrom von Erwachsenen (ARDS) konnte zwar die Sterblichkeit der Patienten durch iNO nicht gesenkt werden, der Einsatz kann jedoch wegen der signifikanten Verringerung kritischer Hypoxämien gerechtfertigt sein. Durch ein regelmäßiges Monitoring der NO-, NO2- und O2-Konzentration sowie des Methämoglobinanteils im Blut können toxische Effekte und Nebenwirkungen der Therapie beherrscht werden. Einem Reboundeffekt wird durch das langsame Ausschleichen der iNO-Therapie entgegengewirkt.





