Die Inhalationstherapie bei COPD ist komplex: Zahlreiche Medikamente und Inhalationsgeräte stehen zur Auswahl, aber Anwendungsfehler sind häufig und beeinträchtigen den Therapieerfolg. Die korrekte Technik ist entscheidend, um die Medikamente in die Lungenperipherie zu bringen, wo sie wirken sollen. Faktoren wie Partikelgröße, inspiratorischer Atemfluss und Geräteeigenschaften spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des individuell passenden Inhalationssystems. Diese CME-Fortbildung bietet Einblicke in die optimale Inhalationstherapie bei COPD und zeigt, wie Anwendungsfehler reduziert werden können.
Aktuelle, praxisrelevante CME-Fortbildungen zu Diagnostik, Therapie und Prävention für Hausärzte. Aktuelle Leitlinien zu chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie und COPD werden ebenso behandelt wie Themen der Geriatrie, Schmerztherapie und psychosomatischen Grundversorgung. Erwerben Sie CME-Punkte durch zertifizierte Online-Kurse.




Praxiswissen Nephrologie: Optimierung von Diagnose und Therapie der CKD
Die chronische Nierenerkrankung (CKD) stellt eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Mit einer Prävalenz von etwa 13 Millionen Betroffenen in Deutschland und einer prognostizierten Entwicklung zur fünfthäufigsten Todesursache bis 2040 erfordert die CKD eine verstärkte Aufmerksamkeit nicht zuletzt in der hausärztlichen Praxis. Frühere Limitationen in der Therapie haben zu einer Vernachlässigung der CKD geführt, jedoch haben neue Behandlungsmöglichkeiten das Feld der Nephrologie signifikant erweitert. Aktuelle Leitlinien, sowohl in der Nephrologie als auch in der Allgemeinmedizin, bieten neue Ansätze für die Diagnose und Therapie. Der „Cardio-Kidney-Metabolic“-Ansatz unterstreicht die Bedeutung der CKD im Kontext anderer Erkrankungen wie Diabetes und Hypertonie. Eine effektive Bewältigung der CKD erfordert daher eine enge Zusammenarbeit zwischen Nephrologen, Hausärzten und anderen Fachrichtungen, um der steigenden Patientenzahl gerecht zu werden und innovative Therapieansätze optimal zu implementieren.
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Update: Antibiotika und das Mikrobiom – Die Praxis im Fokus
Antibiotika gehören zu den größten Errungenschaften der Medizin und retten jährlich unzählige Leben. Diese Fortbildung fokussiert sich auf einen oft übersehenen Teilaspekt: den Einfluss von Antibiotika auf das Darmmikrobiom, inkl. Nebenwirkungen und Resistenzen – Themen, die in der medizinischen Ausbildung bisher noch wenig Beachtung finden. Studien zeigen, dass selbst kurze Antibiosen die Mikrobiomfunktionalität nachhaltig verändern können, was besonders in der ambulanten Versorgung, in der die meisten Antibiotika verordnet werden, von Bedeutung ist. Durch diese Perspektive soll das Bild von Antibiotika nicht negativ gezeichnet, sondern ergänzt werden, um ihre Effektivität zu bewahren und Nebenwirkungen frühzeitig zu berücksichtigen.
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SIBO: Vom Pathomechanismus zur Praxis
Die Dünndarmfehlbesiedlung (engl. „small intestinal bacterial overgrowth“; kurz: SIBO) beschreibt eine abnorme Vermehrung und Zusammensetzung von Bakterien im Dünndarm, die mit gastrointestinalen Symptomen einhergeht und durch anatomische Veränderungen, Störungen der Motilität, des Gallensäurestoffwechsels oder des Enzymhaushalts bedingt wird. Da SIBO überwiegend als sekundäre Erkrankung auftritt, erfordert die Diagnostik eine systematische Abklärung der zugrunde liegenden Ätiologien und Kenntnis der zur Verfügung stehenden diagnostischen Verfahren und Therapieansätze. Trotz ihrer klinischen Relevanz in der hausärztlichen und gastroenterologischen Praxis ist die Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) in der medizinischen Aus- und Weiterbildung noch unterrepräsentiert.
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C. diff.-Infektionen – Aktuelles für die hausärztliche Versorgung
Clostridioides difficile-Infektionen (CDI) gehen mit einer hohen Mortalitätsrate von 20 % einher. Dies gilt vor allem für rezidivierende CDI. Die finanzielle Belastung für das Gesundheitswesen ist erheblich. Eine der Hauptursachen ist ein übermäßiger und unsachgerechter Antibiotikagebrauch, da er die Darmmikrobiota schädigt und somit die Anfälligkeit für eine Besiedlung und Infektion mit pathogenen C. difficile-Stämmen erhöht. Der Erreger wird fäkal-oral über seine ubiquitär vorkommenden Sporen übertragen. Die von der vegetativen Form produzierten Enterotoxine sind für die typischen gastrointestinalen Symptome verantwortlich. Eine zentrale Maßnahme zur Reduktion der CDI-Inzidenz sind der rationale Antibiotikaeinsatz und Antibiotic-Stewardship-(ABS-)Programme. Diese zielen vor allem auf die Einschränkung des Einsatzes von Fluorchinolonen, Cephalosporinen und Clindamycin ab. Bei Verdacht auf CDI ist eine frühzeitige zweistufige Erregerdiagnostik essenziell. Der Einsatz eines spezifischen Engspektrumantibiotikums ist entscheidend, um eine weitere Schädigung der Darmmikrobiota und damit das Risiko für künftige Rezidive zu reduzieren.
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Pneumologie 2026: Neues zu Asthma, Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung und Schlafmedizin
Die Pneumologie durchläuft einen Wandel hin zu einer auf Präzision und Personalisierung ausgerichteten Medizin. Maßgeblich für Behandlungserfolge und eine verbesserte Lebensqualität ist eine gute Therapieadhärenz, wobei der Kommunikation zwischen Arzt und Patient eine herausragende Rolle zukommt. Bei der Behandlung von Asthma bronchiale spielen entzündungswertgesteuerte Therapien eine dominierende Rolle; bei schwerem Asthma ermöglicht der Einsatz von Biologika eine Steroidkarenz.Zur Behandlung der Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung wird die Rolle der Triple-Therapie hervorgehoben. Zudem können Biologika wie Dupilumab oder Mepolizumab zur Vermeidung von Exazerbationen eingesetzt werden. Eine frühzeitige Diagnose und ein Rauchstopp sind von entscheidender Bedeutung, denn eine leitliniengerechte Therapie reduziert das kardiopulmonale Risiko signifikant.In der Schlafmedizin wird die Relevanz der nasalen Überdrucktherapie (CPAP) als Methode zur effektivsten Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe betont. Darüber hinaus zeigen neue medikamentöse Ansätze vielversprechende Behandlungswege auf.
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Herz- und Nierenschutz bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Albuminurie
Die pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Herzinsuffizienz können durch das kardiovaskulär renal-metabolische Syndrom (CKM-Syndrom) sehr gut beschrieben werden. Wenn eine chronische Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetikern mit geschätzter glomerulärer Filtrationsrate (eGFR) und Urin-Kreatinin-Albumin-Ratio (UACR) klassifiziert wurde, stehen mittlerweile vier wirksame pharmakologische Therapieoptionen zur Verfügung, die in den Leitlinien aufgeführt sind.In der Hausarztpraxis können CKD-Screening und -Therapie durch eine gute Organisation und strukturierte Abläufe deutlich verbessert werden. Alle Patienten mit Erkrankungen, die das renale Risiko erhöhen oder die eine bekannte Nierenerkrankung haben, sollten vom Hausarzt ausnahmslos gescreent werden. Dabei sind klare Vorgaben in der Praxis für den Umgang mit Urinproben sowie die Diagnostik der Mikroalbuminurie in der Praxis hilfreich. Nach der leitlinienbasierten Einschätzung des CKD-Stadiums sollte die entsprechende Therapie umgehend vom Hausarzt oder Facharzt eingeleitet werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind zu vereinbaren.
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Diagnose und Therapie von Schwindelsyndromen in der Hausarztpraxis
Schwindel ist ein häufiges transdiagnostisches Symptom mit einer Gesamtprävalenz von 21,6 % in Deutschland und geht mit einer 1,7-fach erhöhten Mortalität einher. Die hausärztliche Diagnostik erfolgt strukturiert anhand von vier Kernfragen: zeitlicher Verlauf, Art der Symptomatik, modulierende Faktoren und Begleitsymptome. Essenzielle klinische Tests sind Kopfimpulstest, Nystagmustest, Lagerungsmanöver und Romberg-Test. Apparative Diagnostik ist bei Red Flags erforderlich.Die häufigsten Ursachen lassen sich in periphere vestibuläre, zentrale und funktionelle Störungen unterteilen; andere sind selten. Je nach Ursache unterscheiden sich Verlauf, Begleitsymptome und therapeutisches Vorgehen. Bei akutem Schwindel ist die Unterscheidung zwischen peripherer und zentraler Genese klinisch entscheidend. Die wichtigste therapeutische Maßnahme ist die vestibuläre Rehabilitation. Die Mehrzahl der Patienten kann erfolgreich hausärztlich behandelt werden.
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Impfstrategien für Reisende und Risikogruppen: Bewährtes, Neues und Zukünftiges
Moderne Impfstrategien für Reisende und Risikogruppen erfordern eine individualisierte Beratung unter Berücksichtigung von Reiseziel, Exposition und persönlichen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Alter oder Immunsuppression sowie Grunderkrankungen. Impfungen gegen Hepatitis A und B gehören zu den klassischen Reiseimpfungen. Bei immunsupprimierten Personen sollten Totimpfstoffe den oralen Lebendimpfstoffen gegen Typhus und Cholera vorgezogen werden. Die präexpositionelle Tollwutimpfung reduziert den postexpositionellen Aufwand in Endemiegebieten erheblich. Die Japanische Enzephalitis erfordert Schutz bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Regionen Asiens. Meningokokken-Impfungen sind für Pilgerreisen und Aufenthalte im Meningitis-Gürtel Afrikas essenziell, aber auch generell bei immunschwachen Personen. Gegen die Chikungunya-Erkrankung stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung, wobei der Viruslike-particle-Impfstoff als Totimpfstoff bei Älteren und Immunschwachen zu bevorzugen ist. Für Dengue stehen zwei Lebendimpfstoffe mit unterschiedlichen Indikationen zur Verfügung; TAK-003 ist zudem auch für seronegative Personen zugelassen. Gelbfieberimpfung ist in Teilen Afrikas und Südamerikas bei Einreise teilweise verpflichtend. Bei Immundefizienten können Lebendimpfstoffe kontraindiziert sein, oft wird hier eine Therapiepause der Immunsuppression bei stabiler Erkrankung empfohlen, damit die Impfung risikoarm durchgeführt werden kann. Impfungen gegen respiratorische Erreger, wie Influenza, SARS-CoV-2, Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) und Pneumokokken, sind bei Indikationsgruppen und als Standardimpfung für Ältere empfohlen, Gleiches gilt für die rekombinante Zoster-Impfung. Innovative mRNA-Technologien, wie bereits zugelassen für COVID-19 und RSV, ermöglichen eine schnelle Impfstoffentwicklung und zukünftig Kombinationsvakzine gegen Influenza und COVID-19 für Risikogruppen.
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Polypharmazie im Alter – wie viele Pillen braucht der Mensch?
Infolge der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Multimorbidität einer alternden Gesellschaft steigt die Zahl der Patienten, die gleichzeitig mehrere, unterschiedliche Medikamente einnehmen. Polypharmazie ist weitverbreitet, aber nicht per se ein Qualitätsproblem. Dennoch erfordert sie besondere Aufmerksamkeit, da sie das Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen und Arzneimittelwechselwirkungen begünstigt. Daher ist es wichtig, alle regelmäßig eingenommenen Medikamente des Patienten zu kennen und regelmäßig deren Indikation zu überprüfen. Ausgewählte Tools und Listen können dabei helfen, nebenwirkungsreiche beziehungsweise potenziell inadäquate Medikamente (PIM) zu identifizieren und mögliche Alternativen zu finden.
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Morbus Fabry – eine interdisziplinäre Herausforderung
Morbus Fabry ist eine multisystemische, progredient verlaufende lysosomale Speicherkrankheit. Die Pathophysiologie beruht auf Mutationen des Alpha Galactosidase A-Gens. Die klinischen Manifestationen betreffen fast alle Organsysteme, insbesondere Niere, Herz und Nervensystem. Es können sich aber auch Auffälligkeiten an Haut, Gastrointestinaltrakt, Augen und Innenohr zeigen. Erste Symptome treten bereits in der Kindheit auf, wobei männliche Patienten früher und meist schwerer betroffen sind als weibliche. Aufgrund der unspezifischen, heterogenen Symptomatik ist die Erkrankung jedoch nicht einfach zu erkennen. Die korrekte Diagnose wird daher oft erst mit großer Verzögerung im Erwachsenenalter gestellt. Mit einer frühen Diagnose und zeitnahen Therapie können irreversible Organschäden vermieden oder verzögert und schließlich die Lebenserwartung verbessert werden. Als spezifische Therapien stehen die Enzymersatztherapie und die Chaperontherapie zur Verfügung. Die Diagnostik kann mittels einfachem Trockenbluttest von jedem Facharzt durchgeführt werden. Diagnosesicherung und Therapieentscheidung sollten in spezialisierten Zentren interdisziplinär erfolgen.





