Update unkomplizierte Harnwegsinfektionen
Am Ende dieser Fortbildung kennen Sie ...
- die Definition der unkomplizierten Harnwegsinfektion (HWI),
- das Vorgehen bei der Diagnostik der unkomplizierten Harnwegsinfektion in Abhängigkeit von der jeweiligen Patientengruppe,
- die häufigsten Erreger der Zystitis,
- die Resistenzlage bei unterschiedlichen Antibiotika,
- die Indikationen zur antibiotischen Therapie sowie die Kriterien für die richtige Antibiotikawahl.
Einleitung
Harnwegsinfektionen (HWI) gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten in der Praxis und zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch [1]. HWI können sporadisch akut, rezidivierend oder chronisch auftreten. Ihre Prävalenz ist abhängig vom Alter, Geschlecht und dem Vorliegen gynäkologischer, renaler, urologischer oder neurologischer Erkrankungen. Sie können sich als weitgehend benigne
unkomplizierte Zystitis manifestieren oder auch als schweres Krankheitsbild bis hin zur lebensgefährlichen Urosepsis. Die unkomplizierte HWI zeichnet für einen hohen Anteil der Antibiotikaverordnungen verantwortlich [2]. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Resistenzlage kommt der umsichtigen Wahl des jeweiligen Antibiotikums eine große Bedeutung zu.Epidemiologie:
Verlässliche Angaben zur Häufigkeit von Harnwegsinfektionen und insbesondere von unkomplizierten HWI sind kaum bekannt. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die Erkrankung oft einen selbstlimitierenden Verlauf nimmt und die Betroffenen nicht selten keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Es werden davon abgesehen unterschiedliche Fachdisziplinen konsultiert, was die systematische Erfassung der HWI in der Allgemeinbevölkerung erschwert [1]. In einer rezenten Studie berichten Butler und Kollegen, dass auf Befragen 37 Prozent der Frauen angaben, mindestens eine Harnwegsinfektion in ihrem Leben gehabt zu haben. Nahezu 80 Prozent von ihnen hatten bereits mehrere Infektionen. 11 Prozent erklären, innerhalb der letzten zwölf Monate eine Infektion gehabt zu haben, 3 Prozent geben rezidivierende Infektionen (3 oder mehr Infektionen innerhalb der letzten zwölf Monate) an. 74 Prozent der Frauen mit Harnwegsinfektion, die medizinische Hilfe in Anspruch nahmen, wurden mit einem Antibiotikum behandelt [3]. Üblicherweise entstehen Harnwegsinfektionen spontan, also ohne einen äußeren Anlass, außer wenn es im Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr zur HWI kommt (sog. „Honeymoon-Zystitis“). Es ist unklar, warum die Bakterien anatomisch und funktionell gesunde Harnwege erfolgreich besiedeln und sogar eine chronische Infektion hervorrufen können [4]. Von einer unkomplizierten Harnwegsinfektion ist auszugehen, wenn bei manifester HWI-Symptomatik
- keine relevanten funktionellen oder anatomischen Anomalien,
- keine relevanten Störungen der Nierenfunktion und
- keine relevanten Vor- oder Begleiterkrankungen vorliegen, die eine HWI und eventuell gravierende Komplikationen begünstigen.
- Von einer Zystitis ist auszugehen, wenn sich die Symptome nur auf den unteren Harntrakt begrenzen. Es kommt üblicherweise zu Schmerzen beim Wasserlassen, imperativem Harndrang, Pollakisurie und Schmerzen oberhalb der Symphyse.
- Eine Pyelonephritis wird angenommen bei zusätzlichem Flankenschmerz, klopfschmerzhaftem Nierenlager und/oder Fieber (>38°C).
Diagnostik
Die Verdachtsdiagnose „unkomplizierter Harnwegsinfekt“ ist stets in Betracht zu ziehen, wenn Patienten über eine Dysurie, also über Schmerzen beim Wasserlassen, klagen. Hinweisend auf einen Harnwegsinfekt sind außerdem eine Pollakisurie, eine Nykturie sowie ein imperativer Harndrang. Immerhin geben acht von zehn Patienten mit HWI Schmerzen beim Wasserlassen an und neun von zehn Patienten mit HWI klagen über eine Pollakisurie [5]. Die Diagnosestellung allein anhand klinischer Kriterien ist allerdings wenig zuverlässig und mit einer Fehlerquote von mehr als 30 Prozent behaftet [6, 7]. Die häufig eingesetzten Urinteststreifen, mit deren Hilfe zum einen die Leukozytenzahl im Urin und zum anderen das Nitrit bestimmt wird, sind potenziell hilfreich, doch es sind vielfältige mögliche Störfaktoren zu bedenken. So kann beispielsweise eine Kontamination mit Vaginalflüssigkeit zu einem falsch positiven Befund hinsichtlich der Leukozytenzahl führen, die Einnahme von Vitamin C sowie Antibiotika können zu falsch negativen Ergebnissen führen. Insbesondere beim Nitrit können sich zudem durch präanalytische Faktoren wie das lange Stehenlassen des Urins falsch positive Befunde ergeben. Eine Luftexposition, ungenügende Blasenverweilzeit sowie ein stark verdünnter oder stark saurer Urin können ebenfalls ein falsch negatives Ergebnis liefern. Laut Leitlinie kann lediglich die grundsätzliche Durchführung einer Urinkultur mit Bestimmung auch niedriger Erregerzahlen sowie Differenzierung und Empfindlichkeitsprüfung in der Zusammenschau mit den klinischen Symptomen die diagnostische Ungenauigkeit verringern. Eine solche Maximaldiagnostik ist jedoch bei nicht selektierten Patienten weder ökonomisch sinnvoll noch im Alltag praktikabel. Besondere Bedeutung kommt vor diesem Hintergrund der Anamnese zu. Um die Diagnose HWI zu bestätigen, sind drei diagnostische Leitfragen zielführend:
- Bestehen beim Wasserlassen relevante Schmerzen und gehen die häufigen Miktionen mit imperativem Harndrang einher?
- Vermuten Sie eine Harnwegsinfektion als Ursache?
- Haben Sie vaginale Beschwerden?
- nicht schwangeren Frauen in der Prämenopause ohne relevante Begleiterkrankungen
- Schwangeren ohne relevante Begleiterkrankungen
- Frauen in der Postmenopause ohne relevante Begleiterkrankungen
- jüngeren Männer ohne relevante Begleiterkrankungen
- Patienten mit Diabetes mellitus und stabiler Stoffwechsellage ohne sonstige relevante Begleiterkrankungen.
- ein zeitnaher Geschlechtsverkehr
- der Gebrauch von Diaphragmen und Spermiziden
- Harnwegsinfektionen in der Anamnese
- jugendliches Alter bei erster Harnwegsinfektion (< 15 Jahre)
- Harnwegsinfektionen in der Familienanamnese.
- eine autonome und periphere Neuropathie,
- eine diabetische Nephropathie sowie
- eine Beeinträchtigung lokaler und systemischer Abwehrmechanismen.
Goldstandard der Diagnostik ist die Testung des Urins einschließlich der Urinkultur im mikrobiologischen Labor.
Erregerempfindlichkeit:
Die Erregerempfindlichkeit kann zeitlich und örtlich unterschiedlich sein. Untersuchungen in urologischen Praxen zeigen eine gegenüber verschiedenen Antibiotika sehr unterschiedliche Resistenzlage [1]. Besonders hoch ist die Rate resistenter Keime bei HWI mit nahezu 50 Prozent gegenüber Ampicillin. Bei nahezu 30 Prozent liegt die Häufigkeit von Resistenzen bei der Gabe von Amoxicillin/Clavulansäure und fast 23 Prozent bei Cotrimoxazol, gefolgt von nahezu 15 Prozent gegenüber Ciprofloxacin, 10 Prozent bei einer Behandlung mit Cefuroxim und fast 9 Prozent bei Cefpodoxim. Am günstigsten schneiden mit jeweils nur 1,3 Prozent die Wirkstoffe Fosfomycin und Nitrofurantoin ab. Damit reagieren mehr als 98 Prozent der Erreger von Harnwegsinfektionen sensibel auf Fosfomycin und Nitrafurantoin. Das lange Zeit empfohlene Trimethoprim wurde in den Erhebungen nicht untersucht [1].
Indikation zur Antibiotikatherapie:
Vor dem Hintergrund der möglichen Resistenzentwicklung ist die Indikation zur antibiotischen Behandlung von Harnwegsinfektionen kritisch zu stellen, auch um unnötige Behandlungen zu vermeiden. Bei der Behandlung der Zystitis geht es vor allem darum, möglichst rasch die Symptomlast der Patienten zu mindern. Möglich ist dies durch eine Antibiotikatherapie. Diese bewirkt eine im Vergleich zu Placebo raschere Besserung der klinischen Symptome und reduziert damit die Morbidität. Bei nur leichten bis mittelgradigen Beschwerden kann eine nicht antibiotische Behandlung angeboten werden. Aufzuklären ist jedoch darüber, dass bei einer sofortigen antibiotischen Behandlung nach einer Woche deutlich mehr Patienten beschwerdefrei sind als bei einer primär symptomatischen Therapie, z.B. mit Ibuprofen. Zudem kann bei empfindlichen Erregern eine signifikant schnellere Keimelimination erreicht werden. Die Entscheidungsfindung sollte daher partizipativ erfolgen. Bei Vorliegen einer Pyelonephritis ist generell eine antibiotische Therapie indiziert und sollte so früh wie möglich begonnen werden, um weitere Komplikationen möglichst zu vermeiden. Inwieweit sich Antibiotika durch eine primär symptomatische Therapie mit Ibuprofen einsparen lassen, hat eine randomisierte kontrollierte Studie von Gágyor et al. untersucht. Dabei wurden 494 Patienten mit unkompliziertem Harnwegsinfekt entweder mit Fosfomycin (n=246) behandelt oder mit dreimal täglich 400 mg Ibuprofen (n=248). Zwei von drei Frauen, die eine rein symptomatische Behandlung erhalten hatten, brauchten kein Antibiotikum. Allerdings gaben die Studienteilnehmerinnen der Ibuprofengruppe mehr Beschwerden an und es kam zudem häufiger zu Komplikationen wie einer Pyelonephritis als in Fosfomycin-Gruppe [12]. Eine Vergleichsstudie Schweizer Wissenschaftler verfolgte einen ähnlichen Ansatz. Kronenberg et al. untersuchten 253 Frauen mit unkomplizierter HWI. 133 Teilnehmer erhielten ein NSAID (Diclofenac), die Kontrollgruoppe (120 Patientinnen) wurde mit Norfloxacin behandelt. Primärer Endpunkt war die Symptomfreiheit nach drei Tagen. Dieser Endpunkt wurde von 54 Prozent der Frauen unter Diclofenac und von 80 Prozent unter Norfloxacin erreicht. Die mittlere Zeit bis zur Symptomfreiheit lag bei vier Tagen unter dem NSAID und bei zwei Tagen unter dem Antibiotikum. 62% Prozent der Frauen in der Diclofenac-Gruppe erhielt unter der symptomatischen Therapie letztendlich doch ein Antibiotikum (n=82) und bei fünf Prozent entwickelte sich eine Pyelonephritis [13]. Die Indikation zur antibiotischen Behandlung sollte stets mehrere Kriterien einbeziehen. Hierzu gehören das individuelle Risiko des Patienten sowie das Erregerspektrum und die Antibiotikaempfindlichkeit, die Effektivität des Antibiotikums und auch potenzielle Nebenwirkungen. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang das regionale Erregerspektrum und die Resistenzlage. Informationen hierzu können die RKI-Website, Auswertungen des betreuenden Labors und eigene Auswertungen liefern. Linktipp:
RKI-WebsiteBevorzugte Therapieformen:
Entsprechend den Leitlinien zur Therapie der unkomplizierten Harnwegsinfektion sollte bei bestehender Indikation für eine antibiotische Therapie ein oral verfügbarer Wirkstoff gegeben werden. Dies ist nur dann nicht möglich, wenn beispielsweise bei einer akuten Pyelonephritis schwere Allgemeinsymptome wie Übelkeit und Erbrechen auftreten, die aktuell eine orale Therapie unmöglich machen oder wenn keine orale Therapie zur Verfügung steht, die das zu erwartende Erregerspektrum ausreichend erfasst. In solchen Fällen sollte aber nach anfänglicher parenteraler Therapie sobald als möglich auf eine orale Behandlungsform umgestellt werden. Als ein Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung der unkomplizierten Harnwegsinfektion (Zystitis) wird in der aktualisierten S3-Leitlinie Fosfomycin aufgeführt. Der Wirkstoff wird oral als Einmaldosis mit 3.000 mg verabreicht, was zu einer hohen Patienten-Compliance führt. Alternativen zu Fosfomycin sind eine Behandlung mit Nitrofurantoin, Nitroxolin und Trimethoprim in Abhängigkeit von der lokalen Resistenzlage, die zu beachten ist.
Fluorchinolonen und Cephalosporinen sollten nach den aktuellen Leitlinien-Empfehlungen nicht mehr als Mittel der Wahl bei der unkomplizierten Harnwegsinfektion eingesetzt werden.Ein Grund hierfür können die potenziellen Nebenwirkungen der Gysrasehemmer sein mit einem erhöhten Risiko für eine Tendinitis, eine Sehnenruptur, eine schwere Neuropathie sowie zentralnervöse Reaktionen. Die Nebenwirkungen können dabei schon nach nur kurzer Anwendung der Chinolone auftreten [14]. Es besteht bei den Chinolonen zudem die Gefahr der Selektion resistenter Erreger sowie der Begünstigung einer Infektion mit Clostridium difficile [15]. Auch die Verordnung von Cotrimoxazol/Trimetoprim wird zunehmend kritisch gesehen. Eine empirische Vordnung sollte nur in Kenntnis der Infektionsanamnese und der regionalen Resistenzsituation erfolgen [15]. Obwohl Fluorchinolone wie auch Cotrimoxazol bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen nicht mehr Mittel der ersten Wahl sind, ist der Verordnungsanteil dieser Wirkstoffe in dieser Indikation nach wie vor hoch: Nach Angaben im Barmer GEK Arzneimittelreport (2015) werden bei HWI am häufigsten Ciprofloxacin und Cotrimoxazol eingesetzt. Mit Ciprofloxacin wird sogar doppelt so oft behandelt wie mit Fosfomycin. Die übrigen Chinolone wie Ofloxacin, Enoxacin, Norfloxacin und Levofloxacin spielen bei HWI eine geringere Rolle [4]. Fosfomycin oder Nitrofurantoin?
In der S3-Leitlinie werden als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der unkomplizierten HWI Fosfomycin und Nitrofurantoin aufgeführt.Für Fosfomycin sprechen dabei die gute Verträglichkeit des Wirkstoffs sowie die günstige Resistenzsituation. Als problematisch wird bei Nitrofurantoin die verminderte Elimination bei eingeschränkter Nierenfunktion gesehen, eine bei älteren Patienten nicht seltene Situation, in der die Plasmaspiegel und damit auch das Nebenwirkungsrisiko des Wirkstoffs steigen. In der Fachinformation wird daher unabhängig von der Behandlungsdauer zur Kontrolle der Nierenfunktion geraten und aufgrund der Hepatotoxizität des Wirkstoffs auch zur Kontrolle der Leberwerte [16]. Vor dem Hintergrund des Nebenwirkungsrisikos wird Nitrofurantoin von der KBV abweichend von den S3-Leitlinien lediglich als Reservemedikament bei der unkomplizierten Harnwegsinfektion eingestuft. Dies gilt umso mehr, als Nitrofurantoin auch zu interstitiellen Pneumonitiden und zur Lungenfibrose führen kann [17]. Prophylaxe der rezidivierenden Zystitis Bei rezidivierender Zystitis ist eine nicht antibiotische Prophylaxe zu erwägen. Die Möglichkeiten hierzu wurden in einer Metaanalyse von 17 Studien mit mehr als 2.100 Patienten evaluiert. Demnach ist das orale Immunstimulans OM-89 in der Lage, die HWI-Rate signifikant zu reduzieren. Auch eine parenterale Immunstimulation mit inaktivierten Erregern kann die Häufigkeit von Harnweginfekten reduzieren. Dazu werden in wöchentlichen Abständen drei Injektionen des Impfstoffs verabreicht sowie eine Auffrischung nach einem Jahr. Für Kranbeeren ergab sich eine signifikante Reduktion der HWI-Rate bei allerdings nur zwei eingeschlossenen Studien. Akupunktur wurde ebenfalls als signifikant wirksam evaluiert, allerdings auch mit nur zwei eingeschlossenen kleineren Studien. Echtes Goldrutenkraut (Solidago) enthält Flavonoide, Triterpensaponine, Leiocarposid und Virgaureosid und zeichnet sich neben einer aquaretischen und spasmolytischen Wirkung auch durch antiphlogistische Eigenschaften aus. Daher eignen sich Präparate mit hochdosierten echtem Goldrutenextrakt sowohl im Rahmen einer Durchspülungstherapie bei akuten Erkrankungen der ableitenden Harnwege als auch zur Prophylaxe. Die Autoren halten aufgrund der Datenlage und der Studienresultate OM-89 derzeit für die beste Option zur Rezidivprophylaxe von HWI. [2]
Zusammenfassung:
Eine untere Harnwegsinfektion ist anzunehmen, wenn akut Symptome beklagt werden, die sich auf den unteren Harntrakt beschränken, wie Schmerzen beim Wasserlassen, imperativer Harndrang und Pollakisurie sowie Schmerzen oberhalb der Symphyse. Von einer Pyelonephritis ist auszugehen, wenn zusätzlicher Flankenschmerz, ein klopfschmerzhaftes Nierenlager und/oder Fieber auftreten. Die untere Harnwegsinfektion ist als unkompliziert einzustufen, wenn im Harntrakt keine relevanten funktionellen oder anatomischen Anomalien vorliegen, keine relevanten Nierenfunktionsstörungen und keine relevanten Begleiterkrankungen oder Differenzialdiagnosen vorliegen, die gravierende Komplikationen begünstigen. Die unkomplizierte Harnwegsinfektion kann diagnostisch schwer zu sichern sein, das Vorgehen variiert in Abhängigkeit von der jeweiligen Patientengruppe. Therapeutisch haben sich zu früheren Leitlinienempfehlungen deutliche Änderungen ergeben: Nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen Resistenzlage wird vom Einsatz von Fluorchinolonen und Cephalosporinen und auch von Cotrimoxazol abgeraten. Als Mittel der ersten Wahl gelten hingegen die Wirkstoffe Fosfomycin und alternativ auch Nitrofurantoin und Nitroxolin. Aufgrund potenzieller Nebenwirkungen sollte der Einsatz von Fluorchinolonen besonders sorgfältig abgewogen werden. Bei der Therapiewahl sollten zudem die Eradikationsraten, die Empfindlichkeit, potenzielle Kollateralschäden und Besonderheiten im Hinblick auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen berücksichtigt werden.
Autoren
Dr. med. Matthias Schulze Facharzt für Urologie Hauptstraße 10 04416 MarkkleebergInteressenkonflikte
keineSponsoring
Diese Fortbildung wurde für den aktuellen Zertifizierungszeitraum 10.08.2020 bis 09.08.2021 mit 3.900 EUR durch die Firma Aristo Pharma GmbH unterstützt
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