Risikostratifizierung bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH)
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Risikostratifizierung bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH)

Das in den europäischen Leitlinien im Jahr 2015 neu eingeführte Konzept zur Risikostratifizierung von PAH-Patienten war zunächst nicht Evidenz-basiert. Im Rahmen großer Registerstudien wurden wesentliche Kenngrößen zur Risikoeinschätzung und Verlaufsprognose mittlerweile näher untersucht und deren Evidenz nun erstmals bestätigt. Belastbare Vorhersagen der Überlebenswahrscheinlichkeit sind bereits anhand weniger, nichtinvasiv messbarer Faktoren wie der 6-Minuten-Gehstrecke, der Funktionsklasse und des Biomarkers NT-pro-BNP möglich. Je mehr dieser Parameter insbesondere im Therapie-Verlauf in den Niedrigrisikobereich fallen, desto besser ist die Prognose der Patienten. Umgekehrt ist jegliche Krankheitsprogression im Sinne der Verschlechterung der 6-Minuten-Gehstrecke, der Funktionsklasse, die Notwendigkeit einer Intensivierung der PAH-Therapie oder eine Hospitalisierung wegen PAH mit einer deutlichen Prognoseverschlechterung assoziiert. Auch hierfür liegt die Evidenz seit kurzem vor.

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Behandlung tumorassoziierter Thromboembolien - Update 2017
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Behandlung tumorassoziierter Thromboembolien - Update 2017

Das VTE-Risiko bei Malignompatienten ist im Vergleich zu Nichttumorpatienten um das 5- bis 10-Fache erhöht. Tumorpatienten mit einer Thrombose haben zudem schlechtere Überlebenschancen als Tumorpatienten ohne ein solches Ereignis. Dennoch wird eine routinemäßige Thromboseprophylaxe aller Tumorpatienten nicht empfohlen. Zur Antikoagulation von Tumorpatienten nach venöser Thromboembolie liegt mit der CATCH-Studie die bislang größte Untersuchung vor, bei der Malignompatienten sowohl zur Therapie als auch im Rahmen der anschließenden Rezidivprophylaxe ausschließlich niedermolekulares Heparin erhalten haben. Dabei konnte das VTE-Rezidivrisiko gegenüber der Standardtherapie deutlich gesenkt werden, bei vergleichbarer Blutungsrate. Entsprechend lautet die Therapieempfehlung gemäß der AWMF-Leitlinie aus dem Jahr 2015: „Tumorpatienten mit Thrombose sollen über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten mit einem niedermolekularen Heparin behandelt werden.“

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Beschwerden und Verletzungen von Ellenbogen und Hand – Therapieansätze und -ideen
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Beschwerden und Verletzungen von Ellenbogen und Hand – Therapieansätze und -ideen

Die Behandlung von Verletzungen und Überlastungsreaktionen im Bereich des Ellenbogens und der Hand können eine Herausforderung im Alltag des Arztes wie auch des Physiotherapeuten darstellen, zumal es sich oftmals um chronifizierte Beschwerden handelt. Die Ursache der Symptomatik ist häufig komplex und kann auch außerhalb des Bereichs der Schmerzen liegen, also beispielsweise durch Störungen in der Region der Halswirbelsäule bedingt sein. Vor Aufnahme der Behandlung sollte eine sorgfältige Anamnese und Befunderhebung erfolgen, um die Diagnose zu sichern und nicht primär physiotherapeutisch zu behandelnde Störungen auszuschließen. Die Behandlung richtet sich nach den ermittelten Befunden und besteht häufig zunächst in der Ruhigstellung und Schonung des Gelenks, wobei Schienen und das Taping wichtige Hilfsmittel sein können. Von der Frühtherapie ausgehend kann nach und nach eine Wiederherstellung der Beweglichkeit und Belastungsfähigkeit angestrebt werden. Es sollte dabei jegliche Überlastung vermieden werden. Unbedingt limitierend ist das Auftreten von Schmerzen. Generelles Ziel ist aus Sicht des Patienten die vollständige Wiederherstellung und die Möglichkeit, sowohl Alltagsaktivitäten und der beruflichen Tätigkeit wieder nachzugehen als auch das sportliche Engagement wieder aufnehmen zu können.

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Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern - Haben sich die NOAKs schon durchgesetzt?
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Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern - Haben sich die NOAKs schon durchgesetzt?

Die aktuellen Leitlinien empfehlen NOAKs als First-Line-Therapie zur Schlaganfallprophylaxe bei nicht valvulärem Vorhofflimmern. Ob sich die positiven Ergebnisse der großen Zulassungsstudien im Praxisalltag bestätigen, wie die NOAK in der realen Welt tatsächlich eingesetzt werden und welchen Stellenwert die Vitamin-K-Antagonisten (noch) haben ist Gegenstand der aktuellen Versorgungsforschung. Auswertungen des Garfield-Registers und des Dresdner NOAK-Registers zeigen, das NOAKs gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten bei Neueinstellungen bereits eindeutig bevorzugt werden. Allerdings werden zum Teil niedrigere Wirkstärken verordnet, als es die Leitlinien empfehlen. Durch eine bessere Kenntnis der Kriterien zur Dosisreduktion von NOAKs kann deren zielgerichteter Einsatz optimiert und die Prognose der Patienten weiter verbessert werden.

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Orale Antikoagulation bei nvVHF - Wie ist die aktuelle Versorgungssituation – Was bleibt zu verbessern?
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Orale Antikoagulation bei nvVHF - Wie ist die aktuelle Versorgungssituation – Was bleibt zu verbessern?

Obwohl sich die Versorgung von Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern insgesamt deutlich verbessert hat, bestehen weiterhin Defizite sowohl hinsichtlich der Diagnostik als auch bei der Therapie. Im Rahmen dieser Fortbildung werden zwei Quellen herangezogen, welche die aktuelle Versorgungssituation detailliert darstellen: Das „Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern“, welches die deutsche Versorgungssituation interdisziplinär beleuchtet und das Garfield-Register, welches einen Einblick in die Versorgungsrealität und deren Verlauf in den Jahren 2010 bis 2015, sowohl für Deutschland als auch für die übrige Welt, ermöglicht. Eine Verbesserung der Versorgung zeigt sich insbesondere durch Abnahme der mit Thrombozytenaggregationshemmern therapierten Patienten, Zunahme der Patienten mit oraler Antikoagulationstherapie und vermehrter Nutzung von NOAKs. Optimierungsbedarf gibt es hingegen bei der risikoadaptierten Anwendung der oralen Antikoagulanzien.

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Psychologische Aspekte bei der Auswahl von Pumpe und Messsystem – Was sind die Motive aus Patientensicht?
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Psychologische Aspekte bei der Auswahl von Pumpe und Messsystem – Was sind die Motive aus Patientensicht?

Was motiviert Patienten mit Diabetes? Die Erwartungen von Menschen mit Diabetes an eine kontinuierliche Glukosemessung (CGM) sind individuell und hängen maßgeblich ab von der kognitiven Kapazität, Stressstabilität, Selbststeuerung, kritischen Lebensereignissen und der sozialen Unterstützung ab. Studien haben gezeigt, dass es eindeutige Prädiktoren für den Nutzen der neuer Technologien gibt. Auf der Grundlage der existierenden Evidenz erscheint eine Real-Time CGM angemessen für motivierte Kinder und junge Leute aller Altersklassen – vorausgesetzt, es ist eine angemessene Unterstützung durch erfahrenes Personal gegeben. Integrierte Technologien (CSII – CGM – Closed-loop System) mit präzisen Glukosemessungen (Blutglukose & CGM) und Insulindosierungen geben Vertrauen und Sicherheit. Verbunden mit einer strukturierten, alltagsorientierten Schulung und multiprofessioneller Begleitung können sie die Lebensqualität und Stoffwechselparameter von Menschen mit Typ 1 Diabetes aller Altersgruppen verbessern.

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Insulinpumpentherapie – von den Anfängen bis zur Gegenwart
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Insulinpumpentherapie – von den Anfängen bis zur Gegenwart

Die Geschichte der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) reicht bis ins Jahr 1960 zurück. Seit den 80er Jahren stehen die ersten kommerziellen Insulinpumpen zur Verfügung. Seitdem hat sich die Technik rasant weiter entwickelt. Dennoch sind nach wie vor viele Forscher-Träume unerreicht. Heute erhalten in Deutschland annähernd 80% aller Kleinkinder mit Typ-1 Diabetes eine Insulinpumpe. Wichtige Neuerungen auf dem Weg zum Closed Loop waren die Einführung der LGS-Funktion (Low Glucose Suspend = Insulinzufuhr mit Schwellenwertunterbrechung) und zuletzt die Möglichkeit der prädiktiven Hypoglykämieabschaltung. Voraussetzung für das Funktionieren eines CGM-Systems ist dessen präzise Kalibrierung. Blutzuckermessgeräte sollten daher die neue ISO-Norm 15197:2013 erfüllen, da ungenaue Messungen sonst zu Insulin-Dosierungsfehlern führen können.

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Praktische Anwendung von NOAKs - EHRA-Guideline Update 2015
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Praktische Anwendung von NOAKs - EHRA-Guideline Update 2015

Zahlreiche Publikationen der letzten Jahre, darunter Meta- und Subgruppenanalysen der NOAK-Zulassungsstudien - konnten die Vorteile der NOAKs gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten weiter untermauern. Weder das Alter noch eine moderat eingeschränkte Nierenfunktion sprechen gegen eine Therapie mit einem neuen oralen Antikoagulans. Die im Jahr 2013 erstmals vorgestellten EHRA-Guidelines zum praktischen Umgang mit den Neuen Oralen Antikoagulanzien haben sich bewährt und wurden aufgrund der neuen Erkenntnisse jetzt aktualisiert. Doch in wie weit werden die Empfehlungen in der Praxis bereits umgesetzt und welche Defizite bestehen weiterhin? Eine Analyse prospektiv erhobener Daten zeigt, dass Patienten in Deutschland zurückhaltender behandelt werden und niedrigere NOAK-Dosierungen erhalten, als in den EHRA-Empfehlungen und Fachinformationen vorgesehen sind.

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Aktuelle Therapie der venösen Thromboembolie (VTE) - Was ist zu beachten?
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Aktuelle Therapie der venösen Thromboembolie (VTE) - Was ist zu beachten?

Für die Behandlung einer venösen Thromboembolie (VTE) ist zunächst eine sichere Diagnose notwendig. Wird diese gestellt muss eine sofortige Initialtherapie erfolgen, an die sich eine Erhaltungstherapie von unbestimmter Dauer anschließt. Heute stehen neben den Vitamin-K-Antagonisten die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) zur Therapie der venösen Thromboembolie zur Verfügung. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien und Meta-Analysen zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser Substanzgruppe hinsichtlich der Behandlung und Sekundärprophylaxe tiefer Beinvenenthrombosen und Lungenembolien. Aktuelle Untersuchungen liefern wichtige neue Erkenntnisse zum Einsatz dieser Substanzen bei unterschiedlichen Patientensubgruppen. Neben der Frage der Eignung der DOAC zur Therapie der VTE, sind die Dosierung und die Dauer der Initial- und Erhaltungstherapie von entscheidender Bedeutung für den langfristigen Therapieerfolg.

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Update COPD: GOLD-Empfehlungen 2017 - Neue Leitlinien zu Diagnostik, Therapie, Prävention
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Update COPD: GOLD-Empfehlungen 2017 - Neue Leitlinien zu Diagnostik, Therapie, Prävention

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine verbreitete, vermeidbare, aber auch behandelbare Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch eine persistierende Einschränkung des Atemflusses und anhaltende Atemwegsbeschwerden. Mit dem GOLD-Update 2017 wurden nun grundlegende Änderungen hinsichtlich Diagnose, Management und Prävention der COPD veröffentlicht. Ein ganz wesentliche Änderung betrifft die Schweregradeinteilung. Die überarbeitete Vierfeldertafel klassifiziert Patienten nur noch nach Symptomen und Exazerbationshistorie (Kategorien A-D). Die Funktionsklasse wird in der GOLD-Matrix hingegen nicht mehr berücksichtigt. Die medikamentöse Behandlung richtet sich jetzt nicht mehr nach der Einschränkung der Lungenfunktion (FEV1), sondern nach Symptomgrad und nach Exazerbationsrate. Zudem eröffnet die neue GOLD-Leitlinie Eskalationskonzepte sowie eine Deeskalation-Strategie, die das Absetzen von inhalativen Glukokortikoiden (ICS) betrifft.

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Leitliniengerechte Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und TIA
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Leitliniengerechte Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und TIA

Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als 260.000 Menschen zum ersten Mal oder wiederholt einen Schlaganfall. Zwar überleben ihn immer mehr Menschen – das Risiko für einen weiteren Schlaganfall steigt nach einem ersten aber deutlich: 10 Prozent dieser Patienten erleiden noch im gleichen Jahr einen weiteren Schlaganfall. Gezielte Prävention kann die Risikofaktoren reduzieren. Aus diesem Grund haben die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) federführend die erste S3-Leitlinie „Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke“ entwickelt.

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Detektion von Vorhofflimmern – Antikoagulation bei ESUS?
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Detektion von Vorhofflimmern – Antikoagulation bei ESUS?

Bei Patienten mit kryptogenem Schlaganfall besteht ein hohes Rezidivrisiko, insbesondere bei unerkanntem Vorhof-flimmern. Eine zielführende Sekundär-Prävention erfordert daher möglichst umfassende Anstrengungen zur Detek-tion dieser Herzrhythmusstörung. Die hierfür am besten geeigneten diagnostischen Verfahren sind auf der Stroke-Unit andere als in der darauf folgenden, ambulanten Phase. Nicht zuletzt für die Schlaganfall-Prävention wird der klinische Nutzen des Begriffs „kryptogener Schlaganfall“ als problematisch angesehen. Dieser geht auf eine veraltete, in sich bereits kryptische Definition aus den 1990er Jahren zurück. Das Konstrukt des Embolic Stroke of Undetermined Source (ESUS) bietet erstmals klare Kriterien zur Diagnose und Diagnostik nach Schlaganfall unbekannter Genese. Welche Empfehlungen sich hieraus für die Sekundärprävention ergeben und ob künftig der Antikoagulation der Vorzug gegenüber einer Thrombozytenaggregationshemmung gegeben wird ist Gegenstand aktueller Studien zum Einsatz der neuen, oralen Antikoagulanzien (NOAKs) bei ESUS.

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