Hyperkaliämie Management – Update 2018

Die Hyperkaliämie ist eine häufige und lebensbedrohliche Elektrolytstörung bei Patienten mit chronischer Herz- und Niereninsuffizienz, die weitreichende Konsequenzen für das Therapiemanagement haben kann. Bereits innerhalb des Normbereichs leicht erhöhte Serumkaliumspiegel können bei den Betroffenen mit einer signifikant erhöhten Mortalität assoziiert sein. Ein besonders hohes Risiko für das Auftreten einer Hyperkaliämie besteht, wenn die Therapie der

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Einfluss von emotionalem Stress auf chronische Erkrankungen – Beispiel Diabetes mellitus

Eine Reihe von Studien zeigen einen kausalen Zusammenhang zwischen hohen emotionalen Stressbelastungen (ES) und chronischen Erkrankungen, so auch für Typ-2-Diabetes mellitus. Emotionaler Stress ist ein unabhängiger, klinisch relevanter Risikofaktor, der die Erkrankung sowohl auslösen, als auch deren Progredienz zusätzlich negativ beeinflussen kann. Pathophysiologisch ist das Geschehen nachvollziehbar, z. B. während und nach emotionalen Belastungen. Alltägliche

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Risikoadaptiertes Management der Pulmonalarteriellen Hypertonie

Die Lungenhochdruckerkrankung ist definiert über einen Anstieg des mittleren pulmonal arteriellen Druckes auf 25 mmHg oder darüber. Sie kann in der Folge oder assoziiert mit sehr unterschiedlichen Erkrankungen auftreten. Für Patienten mit idiopathischer pulmonal arterieller Hypertonie (IPAH) empfehlen die europäischen Leitlinien ein risikoadaptiertes Management. Hierbei wird das individuelle jährige Mortalitätsrisiko zum Zeitpunkt der Erstdiagnose und

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Kontinuierliche medikamentöse Infusionstherapie bei fortgeschrittenem Morbus Parkinson

Die Inzidenz und Prävalenz des idiopathischen Parkinson-Syndroms (IPS) steigen in der Gesamtbevölkerung bedingt durch die höhere Lebenserwartung stetig, und stationäre Behandlungsfälle häufen sich, wodurch Ärzte in Klinik und Praxis zunehmend auch mit Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung konfrontiert werden. Die Standardtherapie stößt dann oft an ihre Grenzen, und sowohl die motorischen als auch die

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Leitliniengerechte Diagnose und Therapie von Asthma – Update 2017

Asthma bronchiale zählt als heterogene Erkrankung zu den häufigsten Volkskrankheiten und ist meist durch eine chronische Entzündung der Atemwege charakterisiert. Weltweit leiden ca. 330 Millionen Kinder und Erwachsene an Asthma, wobei die Prävalenz vor allem in Ländern mit westlichem Lebensstandard weiter zunimmt. Sowohl die Diagnose als auch Behandlung von Asthma ist komplex, da zur eindeutigen

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Schweres Asthma – Update 2017

Asthma bronchiale umfasst verschiedene Formen einer chronisch entzündlichen Atemwegserkrankung. Bei den meisten Patienten kann mit einer Basistherapie eine gute Asthmakontrolle erzielt werden. Erreicht man hingegen trotz zusätzlich intensivierter Therapiemaßnahmen keine ausreichende Asthmakontrolle oder verliert diese bei Therapiereduktion, obwohl sich Patienten adhärent verhalten, spricht man von schwerem Asthma. Schweres Asthma lässt sich je nach zugrunde liegendem

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UPDATE: Diabetes und Multimorbidität – Teil 2

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die neben möglichen Folgeschäden weitere Krankheitsrisiken beinhaltet. Zu den sogenannten diabetesassoziierten Erkrankungen zählen unter anderem Krebserkrankungen bei Typ-2-Diabetikern. Dickdarm- und Pankreaskarzinome sowie Leberkrebs treten bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Auch Demenz und Parodontitis tritt bei Typ-2-Diabetikern öfter auf. Typ-1-Diabetiker sind wiederum vermehrt von

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Update Differenzialdiagnostik bei unklarer Dyspnoe

Die Dyspnoe kann als akutes Ereignis auftreten oder in chronischer Form vorliegen. Insbesondere die chronische Atemnot stellt oftmals eine große diagnostische Herausforderung dar. Zahlreiche potenzielle Ursachen sind möglich: pulmonale, kardiale, hämatologisch-metabolisch und weitere mehr. Ein besonderes Augenmerk dieser Fortbildung liegt auf der Differenzialdiagnose der pulmonalen Hypertonie im Allgemeinen und der PAH und der CTEPH im

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Epilepsie und Migräne – Epidemiologie, Genetik, Pathophysiologie und Therapie

Wissenschaftlich betrachtet sind Migräne und Epilepsie chronische Anfallsleiden mit episodischen Manifestationen. Doch wo genau liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede? Während sich die Inzidenzen beider Erkrankungen um den Faktor 20 unterscheiden ist ihre Komorbidität auffallend hoch. Migränepatienten haben ein hohes Epilepsierisiko und umgekehrt. Die komplexe Interaktion zwischen beiden Entitäten zeichnet sich durch unterschiedliches zeitliches Auftreten,

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Epilepsie und Kognition

Patienten mit Epilepsie leiden häufig an kognitiven Einschränkungen. Zu den wichtigsten Ursachen zählen strukturelle Läsionen, klinische und demografische Faktoren und nicht zuletzt die eingesetzten Antiepileptika. Die kognitiven Defizite können bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung vorliegen und manifestieren sich häufig in Form von Müdigkeit, Lernschwierigkeiten und Lethargie. An der Entwicklung und Progression kognitiver Defizite sind intrinsische

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