Akute Rhinosinusitis – Brauchen wir noch Antibiotika?
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Akute Rhinosinusitis – Brauchen wir noch Antibiotika?

Die meisten akuten Rhinosinusitiden werden durch eine virale Infektion ausgelöst, was der wichtigste Grund dafür ist, bei diesem sehr häufigen Krankheitsbild keine Antibiotika zu verordnen. Diese sollten laut S2k-Leitlinie Rhinosinusitis nur bei schweren Krankheitsverläufen mit starken Schmerzen und Fieber sowie bei Patienten mit besonderen Risikofaktoren eingesetzt werden, wobei Amoxicillin nach wie vor an erster Stelle der Empfehlungen steht. Die Situation in der Praxis stellt sich aber oft anders dar: Es werden weltweit noch immer zu viele Antibiotika eingesetzt, was die globale Resistenzentwicklung befeuert. Strategien im Rahmen des Antibiotic Stewardship – wie eine kalkulierte Antibiotikatherapie – können helfen, die Selektion resistenter Subklone einzuschränken. Antibiotika können nicht nur zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, sondern schädigen nachhaltig die Mikrobiota, wie das Darmmikrobiom. Evidenzbasierte Phytotherapeutika vermindern nicht nur die Symptome einer akuten Rhinosinusitis und sind gut verträglich, sondern schädigen auch nicht das Darmmikrobiom.

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