Erfolgreiche Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration in der klinischen Praxis

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist Hauptursache für schwere Sehbehinderungen bis hin zur Erblindung in der älteren Bevölkerung. Effiziente Therapien sind daher gefragt. Die intravitreale operative Medikamentengabe mit Anti-VEGF-Medikamenten (VEGF: vascular endothelial growth factor) hat die Behandlung der neovaskulären AMD (nAMD) revolutioniert und große Therapieerfolge erzielt.

In der täglichen Praxis werden die beeindruckenden Behandlungserfolge, die in klinischen Studien unter konsequenter Therapie mit festen Behandlungsintervallen erzielt wurden, allerdings häufig nicht erreicht. Mit Hilfe individualisierter Behandlungskonzepte kann eine Therapieoptimierung in der täglichen Praxis gelingen und gute Visusergebnisse bei gleichzeitig reduzierter Behandlungslast erzielt werden.

Lernen Sie hier Möglichkeiten und Herausforderungen der beiden individualisierten Behandlungskonzepte Pro-re-nata (PRN) und Treat and Extend (T&E) kennen und erfahren Sie, und wie sich das T&E-Konzept in die tägliche Praxis integrieren lässt.

Prof. Dr. med. Alireza Mirshahi, F.E.B.O.
Vortrag 1: Wonach richtet sich die IVOM-Therapie: Morphologie vor Visus?
Prof. Dr. med. Philipp S. Müther
Vortrag 2: Wonach richtet sich die IVOM-Therapie: VEGF-Load vor Morphologie?

Prof. Dr. med. Ramin Khoramnia, F.E.B.O.
Vortrag 3: Wie setze ich ein proaktives Therapieschema mit Aflibercept um?

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119092000016
Zeiltraum 23.09.2019 - 22.09.2020
Zertifiziert in D, A, CH
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie D)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. med. Alireza Mirshahi, F.E.B.O.
Prof. Dr. med. Philipp S. Müther
Prof. Dr. med. Ramin Khoramnia, F.E.B.O.
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Webcast
Lernmaterial 3. Vorträge, Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Bayer Vital GmbH
Bewertung 4.1 (196)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Update Therapieoptionen bei nicht infektiöser Uveitis

Etwa 400.000 Menschen – vorwiegend im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 50 Jahren – sind in Deutschland von einer Uveitis betroffen. Die Auswirkungen auf das Sehvermögen können, auch infolge von Komplikationen wie Glaukom, Katarakt, Makulaödem oder Synechien, dramatisch sein. In Deutschland gilt die Uveitis als vierthäufigste Erblindungsursache.

Ziel muss es daher sein, eine Uveitis und mögliche assoziierte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und umgehend einer konsequenten Therapie zuzuführen. Da es sich um eine sehr heterogene Gruppe von Erkrankungen mit erheblichen Variationen hinsichtlich Ursache, Lokalisation, Verlaufsform und Schweregrad der Entzündung handelt, ist eine möglichst exakte Klassifikation der Uveitis wesentlich. Vor der Therapieplanung ist es zudem anamnestisch wichtig, eine infektiöse Genese der Erkrankung im Vorfeld sicher auszuschließen.

Erfahren Sie hier, nach welchen Aspekten eine Uveitis klassifiziert werden sollte und wie nicht infektiöse Uveitiden leitliniengerecht gemäß einem mehrstufigen Therapieschema behandelt werden. Lernen Sie die wesentlichen Ergebnisse der Zulassungsstudien des Fluocinolonacetonid-Implantates ebenso kennen wie wichtige Patientengruppen, die von dieser neu zugelassenen Therapieoption profitieren können.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119085820016
Zeiltraum 29.08.2019 - 28.08.2020
Zertifiziert in D, A, CH
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie D)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. med. Uwe Pleyer, FEBO
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (31:57 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Alimera Sciences Ophthalmologie GmbH
Bewertung 4.4 (332)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Die drei Säulen der medikamentösen Glaukomtherapie – ein Update

Das Glaukom ist eine hochkomplexe Erkrankung, der ein fortschreitendes Absterben der Sehnervenfasern zugrunde liegt und die unbehandelt bis zur Erblindung führen kann. Rechtzeitige und effiziente Therapiemaßnahmen sind daher von außerordentlicher Bedeutung, um den Betroffenen möglichst langfristig eine gute Seh- und Lebensqualität zu erhalten.

Warum neben einer effektiven Augeninnendrucksenkung auch eine gute okuläre Perfusion sowie Neuroprotektion für den langfristigen Erhalt der Sehkraft von Glaukompatienten wichtig sind, was bei der Therapieplanung berücksichtigt werden sollte und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie in dieser Fortbildung.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119072500019
Zeiltraum 02.07.2019 - 01.07.2020
Zertifiziert in D, A
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie D)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. med. Ines Lanzl
PD Dr. med. Verena Prokosch-Willing
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (22:17 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Novartis Pharma GmbH
Bewertung 4.3 (367)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Therapie des diabetischen Makulaödems im Wandel – ein Update

Diabetes mellitus ist auf dem Vormarsch: Schon heute ist jeder 11. Erwachsene von Diabetes mellitus betroffen – Tendenz steigend. Das hat auch für die Augenheilkunde weitreichende Folgen: So ist die diabetische Retinopathie (DR) eine der häufigsten Erblindungsursachen bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Hauptursache für einen Visusverlust bei DR ist das diabetische Makulaödem (DMÖ), das in jedem Stadium einer DR auftreten kann.

Eine rechtzeitige, effektive Therapie ist außerordentlich wichtig, um die Seh- und Erwerbsfähigkeit der betroffenen Patienten möglichst langfristig zu erhalten. Als First-Line-Therapie kommen Anti-VEGF-Injektionen bzw. bei einem DMÖ ohne foveale Beteiligung auch eine Laserkoagulation zum Einsatz. Gleichwohl hat die Kortikosteroid-Therapie – auch aufgrund ihres multifaktoriellen Wirkmechanismus – zunehmend an Bedeutung gewonnen. Aktuelle Real-World-Studien belegen, dass viele Patienten selbst nach intensiver Vorbehandlung mit Kortikosteroid-Implantaten eine Verbesserung oder Stabilisierung ihres Sehvermögens erreichen.

Erfahren Sie hier, wie sich die in Deutschland zugelassenen Kortikosteroid-Implantate unterscheiden, bei welchen Patientengruppen ihr Einsatz auch als First-Line-Therapie erwogen werden kann und wann ein Therapiewechsel erfolgen sollte.

Prof. Dr. Albert J. Augustin
Die diabetische Augenerkrankung ist die häufigste Erblindungsursache bei jüngeren Menschen.

Kursinfo
VNR-Nummer 2760709119040860016
Zeiltraum 12.03.2019 - 11.03.2020
Zertifiziert in D
Zertifiziert durch Akademie für Ärztliche Fortbildung Rheinland Pfalz
CME-Punkte 2 Punkte (Kategorie I)
Zielgruppe Ärzte
Autor Prof. Dr. Albert J. Augustin
Redaktion CME-Verlag
Veranstaltungstyp Animierter Vortrag (eTutorial)
Lernmaterial Vortrag (25:48 Min.), Handout (pdf), Lernerfolgskontrolle
Fortbildungspartner Alimera Sciences Ophthalmologie GmbH
Bewertung 4.3 (951)
 Inhaltliche / Technische Unterstützung / Transparenz

Glossar

Aderhaut / Choroidea

Gefäß- und pigmentreiche Schicht zwischen Retina und Sklera des Auges. Blutgefäße der Aderhaut versorgen die äußeren Netzhauthautschichten mit Sauerstoff und Nährstoffen.

AMD / Altersabhängige Makuladegeneration

Bezeichnet eine degenerative Erkrankung bei welcher die Makula des Auges geschädigt wird. Unbehandelt führt die AMD zu einem progressiven Verlust der zentralen Sehschärfe bei erhaltenem peripherem Gesichtsfeld. Sie tritt ab dem 50. Lebensjahr auf und stellt die häufigste Erblindungsursache bei Personen über 65 Jahren dar.

Antioxidanzien

Substanzen, die Oxidationsreaktionen durch freie Radikale verhindern. Eine Oxidationsreaktion ist z.B. das Braunwerden eines aufgeschnittenen Apfels. Zu ihnen zählt man beispielsweise die in Obst und Gemüse vorkommenden Vitamine C und E sowie einige Karotinoide.

Bauchspeicheldrüse / Pankreas

Im Oberbauch gelegenes Organ, welches Verdauungssäfte und - in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel - die Hormone Insulin und Glukagon produziert.

Diabetische Retinopathie

Durch Diabetes verursache Schädigung kleiner Blutgefäße, welche Defekte an der Netzhaut verursacht. Diabetische Retinopathie kann zu irreversiblen Augenschäden führen und stellt die häufigste Erblindungsursache im Erwerbsalter in Deutschland dar.

Diabetisches Fußsyndrom

Häufige Spätfolge eines langjährigen Diabetes. Durch Diabetes verursachte Nerven- und Blutgefäßschädigungen führen hierbei zu Wundheilungsstörungen bei gleichzeitig herabgesetztem Schmerzempfinden.

Druse

Ablagerungen von Hyalinen am hinteren Augenpol, die u.?a. auch mit altersabhängiger Makuladegeneration assoziiert sind.

FLA

Fluoreszenzangiografie, auch FAG abgekürzt. Verfahren, mit dem Netz- und Aderhautgefäße dargestellt werden.

Fundusfotografie

Fotografie des Augenhintergrunds. Hierdurch lassen sich auch geringe Veränderungen bei Fortschreiten einer Erkrankung dokumentieren.

Gelber Fleck / Makula lutea

Wenige Quadratmillimeter großer, gelber Fleck in der Netzhautmitte, welcher die Fovea centralis (Punkt des schärfsten Sehens) enthält.

Glaukom / Grüner Star

Gruppe verschiedener Augenerkrankungen die zu einer, meist durch erhöhten Augeninnendruck verursachten, Schädigung des N. Opticus führen. Mögliche Folgen können Gesichtsfeldausfälle bis hin zur Erblindung sein.

HbA1c / Glykiertes Hämoglobin

Sein Anteil am Gesamthämoglobin ist umso höher, je stärker und andauernder eine Hyperglykämie ist. Der HbA1c-Wert dient als Parameter zur Diagnose und Verlaufskontrolle eines Diabetes mellitus.

Hornhaut / Cornea

Vorderster Teil der Augenhaut, welcher für Schutz und Lichtbrechung zuständig ist und von Tränenflüssigkeit benetzt wird.

Insulinunempfindlichkeit

Insulinresistenz. Vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf Insulin. Führt zu dauerhaft erhöhten Insulinspiegeln.

Katarakt / Grauer Star

Altersbedingte Trübung der Augenlinse, welche mit einer Abnahme der Sehfähigkeit einhergeht. Führt unbehandelt dazu, dass nur noch Helligkeitsunterschiede wahrgenommen werden.

Kortison

Umgangssprachlich für Arzneistoffe, welche eine dem natürlichen Glukokortikoid Cortison ähnliche chemische Struktur haben. Kortisone wirken immunsuppressiv und entzündungshemmend.

Laserstrahlen

Monochromatische Lichtstrahlung mit meist hoher Energiedichte. Man unterscheidet thermische (heiße) Laserstrahlen, welche Gewebe durch Hitze zerstören, von kalten Laserstrahlen. Letztere werden Gewebe (z.?B. im Auge) ohne Hitzeeinwirkung verödet, indem durch den Laserstrahl ein Wirkstoff aktiviert wird, der vorher in den Blutkreislauf des Patienten injiziert wurde.

Lutein

Zu den Karotinoiden gehörender Stoff, welcher im menschlichen Körper in der Makula lutea angereichert wird und dort als Antioxidans dient. Lutein kann vom Menschen nicht synthetisiert werden und muss daher über die Nahrung (hohe Konzentrationen insb. In dunkelgrünem Blattgemüse) zugeführt werden.

Makula / Makula lutea

Wenige Quadratmillimeter großer, gelber Fleck in der Netzhautmitte, welcher die Fovea centralis (Punkt des schärfsten Sehens) enthält.

Makulaödem

Schwellung im Bereich der Makula die als Folge von Diabetes oder Bluthochdruck auftreten kann.

Makulopathie

Sammelbegriff der krankhafte morphologische Veränderungen im Bereich des gelben Flecks bezeichnet. Makulopathien haben unbehandelt eine Minderung der zentralen Sehschärfe zur Folge.

Netzhaut / Retina

Dient der Aufnahme des Lichtes über Stäbchen und Zapfen und deren Umwandlung in bzw. Weiterleitung als elektrische Impulse

OCT / Optische Kohärenztomografie

Bezeichnet ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung des Augenhintergrundes mittels eines Lasers.

Omega-3-Fettsäuren

Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die vom menschlichen Körper nicht synthetisiert und daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Prominentes Beispiel ist die in Fisch-, Lein- und Rapsöl vorkommende Linolensäure.

Regenbogenhaut

Iris. Stark pigmentierter Teil der Uvea welcher für die Regulation des Lichteinfalls zuständig ist und die Augenfarbe bestimmt.

Renale Hypertonie

Durch eine Nierenerkrankung bedingte Erhöhung des Blutdrucks über den physiologischen Bereich hinaus.

Retinopathie

Nicht entzündlich bedingte Erkrankung der Netzhaut (Netzhaut = Retina, -pathie = -erkrankung).

Skotom

Schwarzer Fleck. Macht sich als Ausfall an einer Stelle innerhalb des Gesichtsfeldes bemerkbar.

Stoffwechsel bei Diabetes

Durch Insulinresistenz oder Unterproduktion verursachte Stoffwechseländerung, deren Folgen sich unter dem Begriff ‚metabolisches Syndrom‘ zusammenfassen lassen. Häufig gemeinsam auftretende Veränderungen sind: Adipositas mit bauchbetonter Fetteinlagerung, Hypertonie, erhöhter Blutzuckerspiegel sowie gestörter Fettstoffwechsel.

Vaskularisierung

Versorgung eines Organs mit Blutgefäßen

VEGF-Hemmer / VEGF-Inhibitor

Stoffe welche den vaskulären Wachstumsfaktor VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) hemmen.

Wachstumsfaktoren

Proteine oder Peptide, welche die Vermehrung und Entwicklung von Zellen regulieren.

Zeaxanthin

Zu den Karotinoiden gehörender Stoff, welcher im menschlichen Körper in der Makula lutea angereichert wird und dort gemeinsam mit Lutein als Antioxidans dient.